Wie BVB-Fans Omi Ursula und Opa Volker Facebook erobern

„Wir tun alles für die Jungs“: Mit diesen Trikots erobern Omi Ursula und Opa Volker Facebook.
„Wir tun alles für die Jungs“: Mit diesen Trikots erobern Omi Ursula und Opa Volker Facebook.
Foto: Ilka Wiese
Was wir bereits wissen
Omibile und Opameyang steht auf den BVB-Trikots, die Ursula und Volker Meyer aus Siegen von ihren Töchtern geschenkt bekommen haben. Erst war’s nur ein Familienspaß, dann stellte der BVB das Bild ins Netz – Fast 80.000 Likes in wenigen Stunden.

Siegen.. Bei Ursula und Volker Meyer aus Siegen gehört der BVB quasi zur Familie. Omibile und Opameyang steht hinten auf den neuen Trikots. Es war ein Weihnachtsgeschenk ihrer Töchter. Ein schwarz-gelber Familienspaß, der nun zu einem richtigen Facebook-Hit wurde. Der Verein stellte das Bild am Dienstag auf seine Seite. Innerhalb weniger Stunden gab es fast 80.000 Likes. Quasi so, als würde jeder im Signal-Iduna-Park ein Mal den Daumen heben.

"Dann bin ich der Opameyang"

Die Idee heckten Enkel Florian (23, Dauerkartenbesitzer) und Opa Volker (69) aus. Die Mädels in Dortmund hatten besonders großen Spaß beim Beflocken, erzählt Volker Meyer. Der Name für den Opa war schnell gefunden: „Dann bin ich der Opameyang.“ Und für die Omi fiel die Wahl auf den Neuzugang Immobile, äh Omibile.

Den Rummel bei Facebook, den ihre lustige Kehrseite ausgelöst hat, bekommen die goldigen Meyers momentan nur über Dritte mit. Der Laptop ist kaputt. Deshalb rief der Enkel am Dienstag alle paar Minuten an und gibt den Stand durch. Bei Meyers wird sehr viel gelacht und erzählt.

Seit 15 Jahren so richtige BVB-Fans

Zum Beispiel die Geschichte, als Enkel Florian fünf Jahre alt war. Die Familie machte Urlaub im Allgäu, zum Fußballgucken ging es in eine heimische Kneipe. „Da müssen wir ruhig sein. Und dürfen uns nicht zu erkennen geben“, bläute ihm der Opa halb im Spaß, halb im Ernst ein. Vor der Wirtschaft sagte der Knirps dann: „Sind da nur Bayern-Fans oder auch normale Menschen?“

Die Meyers sind seit 15 Jahren so richtige BVB-Fans, seitdem eine Tochter nach Dortmund gezogen ist. Von ihrem Wohnzimmer blickt man nämlich aufs Stadion. „Och, da können wir doch auch mal hingehen“, hieß es. Seitdem hat sie die Schwarz-gelbe-Liebe gepackt. Drei, vier Mal im Jahr ins Stadion muss sein. „Aber es ist momentan nicht so leicht an Karten zu kommen“, sagt Volker Meyer.

Gänsehaut pur im Signal-Iduna-Park

„Gänsehaut pur, einfach überwältigend“, beschreibt Omi Ursula das Gefühl im Stadion. Besonders stolz sind die beiden, dass die Dortmunder trotz der miserablen Hinrunde so zur Mannschaft stehen. Deshalb gaben sie dem Verein auch sofort das Einverständnis dafür, das Foto ins Netz zu stellen. „Wir tun alles für die Jungs“, sagt Ursula Meyer (66) und lacht. Und für die Kehrtwende. Liga 2 sei keine Option.

Opa Volker sah in der Rückrunde übrigens besonders viel Elend, er ist nämlich auch noch Fan der Sportfreunde Siegen. Derzeit auf Platz 17 in der Regionalliga. Doch Nörgeln ist nicht sein Ding. „Man muss die Spieler unterstützen. Die verlieren ja nicht extra.“ Gut, gegen Leverkusen am Samstag, sei ein Sieg unrealistisch. Aber ein paar Pünktchen wären trotzdem schön. Omibile und Opameyang drücken auf jeden Fall die Daumen.

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