Wenn die Leber nicht mehr will

Siegen..  Mit der Leber verfügt der menschliche Körper über eine eigene Chemiefabrik, die Stoffe um-, ab- oder aufbaut. Am Mittwoch, 21. Januar, 17.30 Uhr, erläutert Chefarzt Dr. Andreas Müller im Hörsaal des Jung-Stilling-Krankenhauses, wie krankhafte Veränderungen des Organs behandelt werden können.

Erkrankungen oft erst spät bemerkbar

Die Leber ist das größte innere Organ des menschlichen Körpers, verstoffwechselt Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße, bildet Gerinnungsfaktoren, speichert Vitamine und verarbeitet Giftstoffe. Funktionieren diese Prozesse nicht mehr richtig, kann das schlimme Folgen haben. Weil die Leber schmerzunempfindlich ist, werden Erkrankungen aber oft erst spät bemerkt. „Beispielsweise kann durch Übergewicht, Alkohol, Diabetes oder Hepatitis eine Fettleber entstehen“, sagt Müller.

„Eine typische Erkrankung ist auch die Leberzirrhose, bei der das Organgewebe zunehmend durch Bindegewebe ersetzt wird und die oft Tumoren vorausgeht.“ Auch finden sich häufiger Metastasen anderer bösartiger Tumoren in der Leber, die vielfach operabel sind. Zugute kommt vielen Patienten, dass die Leber ein widerstandsfähiges Organ ist und sich in gewissen Teilen selbst erneuern kann.