Wengenroth soll Hasenstab ablösen

Hilchenbach..  Sven Wengenroth soll nach dem Willen des SPD-Vorstands Bürgermeisterkandidat seiner Partei werden. „Der eigene Bewerber konnte sich durchsetzen“, heißt es in der Überschrift der Pressemitteilung, in der der Kandidat mit der Hoffnung „auf ein möglichst großes Votum“ in der Mitgliederversammlung am 25. Februar zitiert wird — Anhaltspunkte dafür, dass der Durchstarter im parteiinternen Rennen wohl bisher nicht auf geschlossene eigene Reihen zählen kann.

Sven Wengenroth, Stadtverordneter und stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender seiner Partei, war — wie gestern berichtet — kurzfristig ins Rennen gegangen, nachdem nur noch ein externer parteiloser Kandidat, der Geschäftsführer des Siegerland-Flughafens Henning Schneider, zur Verfügung stand. Sven Wengenroth ist Diplom-Verwaltungswirt und stellvertretender Personalratsvorsitzender bei der Stadtverwaltung Siegen. Mit seiner beruflichen Qualifikation und seiner „offenen, kompetenten und freundliche Art“ werde der 40-Jährige „als geeigneter Verwaltungschef und Vorsitzender des Rates gesehen“.

Jetzt sind die anderen am Zuge

Die CDU will nun im Februar beraten, ob sie den SPD-Bewerber unterstützt. „Wir behalten uns vor, einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken“, sagt Fraktionschef An­dré Jung. Die Grünen haben zwar schon ein „Stellenprofil“ für einen Bürgermeister veröffentlicht, dürften sich aber wie UWG und FDP zum Abwarten verpflichtet fühlen — sie wissen nicht, ob der parteilose Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab, der mit ihrer Unterstützung 2004 ins Amt kam, ein drittes Mal antritt. „Wir beobachten die Kandidatenlage“, sagt Grünen-Ortsvereinssprecherin Bärbel Dörr. Sollte Hasenstab verzichten, würden zumindest diese drei Fraktionen, ob gemeinsam oder getrennt, noch auf die Suche gehen müssen.