Weiter warten auf Schleifmühlchen-Umbau

äglich grüßt das Murmeltier, und zwar zwei Mal: Zu den Stoßzeiten am Morgen und am Nachmittag staut sich der Verkehr am Schleifmühlchen.
äglich grüßt das Murmeltier, und zwar zwei Mal: Zu den Stoßzeiten am Morgen und am Nachmittag staut sich der Verkehr am Schleifmühlchen.
Foto: Jens Plaum
Was wir bereits wissen
Stau am Schleifmühlchen wird es wohl noch einige Jahre geben. Das erklärte Anke Schreiber am Dienstag im Bezirksausschuss Siegen-Mitte.

Siegen..  Der Stau um den Kreisel am Schleifmühlchen zu den Stoßzeiten gehört für viele Autofahrer in Siegen zum täglichen, ungeliebten Ritual. Und wird es auch noch einige Jahre, wie Anke Schreiber am Dienstag im Bezirksausschuss Siegen-Mitte ankündigte. Start für die Umbauarbeiten ist frühestens 2017, sagte die Leiterin der städtischen Abteilung Straße und Verkehr. Einen entsprechenden politischen Beschluss gibt es zwar schon seit 2013. Nur: Es ist kein Geld da. Mehrere Male ist die Maßnahme bislang verschoben worden.

Zweispurig soll der Kreisel werden und das Nadelöhr im Siegener Verkehrsfluss entlasten. Alles in allem kalkuliert die Verwaltung inzwischen mit 3,4 Millionen Euro, rund 900 000 Euro mehr als in den ursprünglichen Planungen. Zur Zeit würde das Land 60 Prozent der Kosten tragen. Aber auch dieser Posten birgt Unbill. Denn die Verwaltung, gestand Anke Schreiber, ist derzeit nicht in der Lage, einen entsprechenden Zuschussantrag zu stellen. Die anderen großen Projekte – Siegens neue Ufer, Wellersbergstraße, Eiserfelder Straße – würden städtisches Personal binden. Die Antragstellung müsste an ein Ingenieurbüro vergeben werden. Dem allerdings verweigert die Kämmerei aktuell die Zustimmung. „Wir sind in einer vorläufigen Haushaltsführung“, zitierte Anke Schreiber die Finanzfachleute. Zugleich aber machte sie den Ausschussmitgliedern – und Autofahrern – Mut: „Wir wollen in diesem Jahr den Zuschussantrag stellen.“

Schrittweise Richtung Kochs Ecke

Ist der Kreisel schön, graben sich die Bauarbeiter Richtung Kochs Ecke weiter. Schritt für Schritt sollen Frankfurter und Spandauer Straße auf Vordermann gebracht werden. Dass graben keineswegs übertrieben ist, zeigt ein Blick auf den Zustand der Straßen, die ineinander übergehen. „Wir haben dort eine ähnliche Entwicklung wie auf der Eiserfelder Straße“, entgegnete die Abteilungsleiterin Ansgar Cziba (Grüne), der von einer „Deckschichterneuerung“ sprach. Der Zeitraum für die Totalsanierung: mindestens bis ins Jahr 2020.

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