Weiße Tauben für den Frieden

Mit diesem Foto machten die Schüler der Hans-Reinhardt-Schule den dritten Platz bei Eurovisions 2014.
Mit diesem Foto machten die Schüler der Hans-Reinhardt-Schule den dritten Platz bei Eurovisions 2014.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Schüler der Hans-Reinhardt-Schule haben den dritten Platz beim Foto- und Kurzfilmwettbewerb Eurovisions 2014 gemacht. Es ging um das Thema „Frieden in Europa“.

Siegen.. Mit ihrem Bild „Friedenstauben“ konnten sich die Siegener in der Kategorie „Sekundarstufe II“ gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durchsetzen. „Wir haben im Unterricht über die Ukraine-Krise und auch den ersten Weltkrieg gesprochen“, erklärt Gerd Debus.

Er ist der stellvertretende Schulleiter und Klassenlehrer der Berufspraxisstufe an der Hans-Reinhardt-Schule. „Die Schüler werden hier auf den Beruf und das Leben vorbereitet, da gehört sowas dazu.“ Im Sommer letzten Jahres kam die Einladung zum Wettbewerb. Gemeinsam überlegten sie, wie sie das Thema Frieden fotografisch umsetzen könnten.

„Mein Bruder hatte weiße Tauben auf seiner Hochzeit“, verrät Marvin Gans, einer der Schüler. So kamen sie auf die Idee, die Vögel als Symbole des Friedens fliegen zu lassen. Mit Hilfe ihres Lehrers und damaligen Projektbegleiters Christian Schmidt nahmen sie Kontakt zu einem Züchter auf. Ein professioneller Fotograf half den Schülern später das Bild zu arrangieren. „Der erste Schnappschuss musste sitzen“, betont Marvin Gans. Einmal freigelassen, hätten sie die Tauben nicht so schnell wieder eingefangen. Zum Glück klappte alles auf Anhieb.

„Wir waren sehr gespannt, was daraus wird,“ gibt Christian Schmidt zu. Ende September schickten sie ihr Bild ein. Im November kam die heiß erwartete Nachricht mit den Ergebnissen. „Wir waren sehr überrascht, dass wir etwas gewonnen hatten“, freut sich Marvin Gans.

Mit andere Schulen gleichgesetzt

Den dritten Platz teilen sich die Siegener mit Schülern des Berufskollegs Bergisch Gladbach. Im Januar ging es zur Preisverleihung nach Düsseldorf in die Staatskanzlei des Landes NRW. Dort bekamen sie von Angelica Schwall-Düren, der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, eine Urkunde und ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro verliehen. Das wollen sie aber nicht für sich behalten, sondern an vom Krieg betroffene Kinder spenden.

„Wir machen auf jeden Fall wieder mit“, verspricht Marvin Gans. „Das war schon eine tolle Sache, dass wir mit den anderen Schulen gleichgesetzt wurden“, freut sich auch Gerd Debus. Die Hans-Reinhardt-Schule ist eine Förderschule mit Schwerpunkt auf geistiger Entwicklung. Träger ist die Arbeiterwohlfahrt.