Weihnachtsbäume bringen 10500 Euro

Thomas Otterbach (3. von links) übergibt am Feuerwehrgerätehaus am Weidenauer Stockweg den Erlös seines 20. Weihnachtsbaumverkaufs. Vier Organisationen und Einrichtungen profitieren.
Thomas Otterbach (3. von links) übergibt am Feuerwehrgerätehaus am Weidenauer Stockweg den Erlös seines 20. Weihnachtsbaumverkaufs. Vier Organisationen und Einrichtungen profitieren.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
An neun Tagen bringen Thomas Otterbach und sein ehrenamtliches Team rund 1300 Weihnachtsbäume an den Mann und spenden den Erlös. Wenn nur die Sache mit den Nadeln nicht wär....

Weidenau..  Es geht um eine Menge Holz. Schon zum 20. Mal. 1300 Weihnachtsbäume haben Thomas Otterbach und sein Team an neun Tagen im Dezember verkauft, 10 500 Euro eingenommen. Am Donnerstag übergab Otterbach die symbolischen Schecks an die vier Empfänger (siehe Infobox).

„So hart wie diesmal haben wir noch nie gekämpft“, sagt der Weidenauer, der die Aktion auf dem Gelände seines Privathauses auf die Beine stellt. Gegner war das Wetter: „Es hat ein Mal angefangen zu regnen – und ein Mal aufgehört. Uns lief das Wasser aus den Schuhen.“ Während das Team dem Dauerregen gezwungenermaßen die Stirn bot und tapfer ausharrte, kapitulierten einige Abnehmer – mittlerweile hat sich ein großer Kreis an Stammkunden gebildet – vor der nassen Witterung.

Immer ein finanzielles Risiko

Statt 1800 Bäumen wie im Jahr 2013 brachten Otterbachs diesmal binnen neun Tagen 1300 an den Mann oder die Frau. Dennoch bleibt der Erlös auf Vorjahresniveau – dank eines Drehs an der Preisschraube, den die Kunden im Sinne der guten Sache akzeptierten. Fünf Leute gaben zudem größere Einzelspenden ab, ohne einen Baum mitzunehmen.

Seine Ware bezieht Thomas Otterbach aus dem Sauerland. „Mich plagt immer wieder das hohe persönliche Risiko“, räumt er ein. „Wenn ich die Bäume bestelle, muss ich sie auch nehmen.“ Allabendlich wird im Aktionszeitraum Nachschub geliefert, den das Team ausladen und lagern muss. Generell ist der ehrenamtliche Einsatz alles andere als ein lauer Job: „Meine Leute sind abends fertig.“ Doch offensichtlich ist es das den Helfern wert, immerhin sind viele schon lange dabei. „Ich habe ein eingespieltes Team“, sagt Thomas Otterbach. Einer, der seit Beginn der Aktion vor 20 Jahren mitmacht, ist sein Vater Emil, der auch mit 80 Jahren noch voll dabei ist.

Ob es im kommenden Dezember weitergeht, lässt Thomas Otterbach offiziell noch offen – „das muss ich mit meiner Chefin klären“, scherzt er. Unmittelbar nach jeder Runde stehen er und seine Frau vor der Frage, ob sie sich der Aufgabe ein weiteres Mal stellen möchten. Zu Anstrengung und Risiko kommt als unvermeidlicher Nebeneffekt ein Ordnungsproblem: „Die Nadeln finden wir überall, sogar im Bett. Da können wir staubsaugen und wischen, so viel wir wollen.“

Sicherheit hat Priorität

Bisher haben sich die Otterbachs aber auch von ganz anderen Widrigkeiten nicht von einer Neuauflage abhalten lassen. Über die Weihnachtstage 2013 stiegen Einbrecher in ihr Haus ein – möglicherweise angelockt von der Aussicht auf die Erlöse. Doch das Ehepaar sorgt vor: Die Einnahmen bleiben gar nicht im Haus, sondern werden umgehend zur Bank gebracht.

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