Warnstreik für bessere Bedingungen
10.11.2010 | 17:52 Uhr 2010-11-10T17:52:00+0100
Siegerland.Auch die Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt in Siegen-Wittgenstein und Olpe wollen angemessene Löhne und Gehälter für ihre berufliche Tätigkeit haben.
„Billig ist vorbei”, sagte die Verdi-Bezirksvorsitzende Elke Fleßner am Mittwoch vor rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den fünf Betrieben der AWO in den beiden südwestfälischen Kreisen. Sie waren dem Warnstreikaufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gefolgt und nach Kreuztal gekommen.
Anlass waren die stockenden Verhandlungen um einen neuen Beschäftigtentarif. Die Gewerkschaft fordert viereinhalb Prozent mehr Lohn, der Arbeitgeber will in den nächsten drei Jahren stufenweise etwa die Hälfte bezahlen. Auch geht es den Mitarbeitern vor allem um Zuschläge für belastende Dienste oder die Reduzierung von Leiharbeit in den AWO-Betrieben.
Notbesetzungen
„Die weitere Abkoppelung von den Tarifen im öffentlichen Dienst muss gestoppt werden“, sagte Ulrike Sosnitzky, die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der AWO im Bezirk Westliches Westfalen. Sie war erfreut über die hohe Zahl der teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben. Zehn Kindergärten waren vor allem in Siegen und Kreuztal, aber auch in Lennestadt betroffen; zwei mussten ganz schließen, während die anderen ihre Arbeit nur mit einer Notbesetzung aufrechterhalten konnten – wie auch Seniorenzentren.
Angelika Skepeneit vom Kreuztaler AWO-Seniorenzentrum berichtete von „Tausenden von Überstunden“, die das Personal an die Grenzen der Belastbarkeit brächten. Auch die Siegener Werkstätten mit ihren Standorten Deuz und Eiserfeld waren vertreten; etwa die Hälfte der Beschäftigten war dem Aufruf zum Warnstreik gefolgt. Der AWO-Kreisverband hielt indessen den Warnstreik für „völlig unangebracht“, da Kinder oder Pflegebedürftige darunter zu leiden hätten. Wenn die aktuellen Forderungen durchgesetzt würden, hätten sie einen Personalabbau zur Folge.
09:07
Arbeiter WOHLFAHRT - SPD nahe Organisation!
Aber zur Wohlfahrt musste fast gehen wenn du da arbeitest!
Und immer wieder das alte Lied von den Kindern und Pflegebedürftigen die unter den Streiks leiden müssen. Zahlt gerechte Löhne - und zwar freiwillig, dann wird auch nicht gestreikt.
Werdet eurem Namen endlich nochmal gerecht: ARBEITER WOHLFAHRT!
18:46
In Bezug auf den vorletzten Satz in obrigem Artikel:
Der AWO Kreisverband hält auch eine Lohnerhöhung für völlig unangebracht!