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Waldgenossen wollen keine Flächen für Bundesfernstraße abgeben

04.05.2009 | 21:00 Uhr
Waldgenossen wollen keine Flächen für Bundesfernstraße abgeben

Die Waldgenossenschaften Buschhütten, Kredenbach, Unglinghausen, Herzhausen, Hof Stöcken, Grund, Ruckersfeld und Oechelhausen lehnen den Bau der Südumgehungen von Kreuztal und Hilchenbach ab. Freiwillig wollen sie für die Straße keine Flächen abgeben.

Das haben die Vorstände auf einer Zusammenkunft beschlossen, nachdem die Mitgliederversammlungen der Genossenschaften „einhellig”, wie es in einer Pressemitteilung heißt, gegen das Straßenbauprojekt votiert haben. Kritisiert wurde insbesondere die Zerstörung eines intakten Waldgebietes, das den Siegerländer Waldbauern sehr am Herzen liege und der örtlichen Bevölkerung als Naherholungsgebiet diene. Letztlich, so die Waldgenossenschaften, würde durch den Bau auch erheblich in den Wirtschaftsbetrieb der beteiligten Waldgenossenschaften eingegriffen. Die Existenz und wirtschaftliche Grundlage einiger Genossenschaften würden erheblich gefährdet. Es handele sich um einen gravierenden Eingriff in das Eigentum. Für den Flächenverbrauch werde freiwillig kein Grund und Boden zur Verfügung gestellt.

Die beteiligten Vorstände der Waldgenossenschaften wollen den Widerstand gegen die geplante Trasse zu koordinieren und eine Interessengemeinschaft bilden. Vorrangiges Ziel sei es, die Behörden und die Öffentlichkeit in diesem frühen Stadium davon zu unterrichten, dass die Waldgenossenschaften als Grundstückseigentümer und wirtschaftende Forstbetriebe den beabsichtigten Eingriff in Natur und Eigentum ablehnen und sich mit allen gebotenen Mitteln dagegen zur Wehr setzen werden.

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Kommentare
06.05.2009
09:55
Waldgenossen wollen keine Flächen für Bundesfernstraße abgeben
von Klaus Vitt | #1

ein verantwortliches Handeln kann ich den Waldbauern nur bescheinigen. Gerade die Waldgenossen sind die, die in besonderem Maße sich für einen vernünftigen gesunden Waldbestand kümmern und darum wissen, dass der Wald für uns alle lebensnotwendig und somit unverzichtbar ist. Die Folgen von Mißbrauch und Zerstörung müßten uns allen doch aus der Geschichte bekannt sein.

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