Wagener will Kämmerer wählen lassen

Netphen..  Bürgermeister Paul Wagener will es wissen: Hauptausschuss und Rat legt er zu deren Sitzungen am 27. und 29. Januar den Beschlussvorschlag vor, den derzeitigen Leiter des Bereichs Finanzen zum Kämmerer zu bestellen — mit Wirkung zum 1. Februar. Sollte sich für diese Empfehlung eine Mehrheit finden, liefe die Auseinandersetzung um die Wiederbesetzung der Stelle des Beigeordneten zum großen Teil ins Leere. Denn der Nachfolger von Heinz-Joachim Hengstenberg, der zum Jahreswechsel in den Ruhestand getreten ist und bis dahin — vor allem – Kämmerer war, hätte dann deutlich weniger Einfluss als sein Vorgänger. Ihm verblieben die Bereiche Ordnung, Liegenschaften und Wasserwerk. Denn auch den von Hengstenberg verantworteten Bereich Soziales und Schulen will Wagener in das eigene Dezernat ziehen. Den Beschluss des Rates, die Stelle des Beigeordneten auszuschreiben, hat Wagener im November als rechtswidrig beanstandet; seitdem hat sich der Rat damit nicht mehr befasst.

Stellenplan mit Konfliktstoff

Im Vorfeld der Haushaltsberatung befasst sich der Hauptausschuss auch mit dem Stellenplan der Verwaltung. Verstärkt werden sollen Sozial- und Ordnungsamt, um die neu zuziehenden Flüchtlinge besser zu betreuen, außerdem das Bürgerbüro, das künftig auch Tickets für Kulturveranstaltungen verkaufen soll. Streit wird es um die Stelle der persönlichen Referentin des Bürgermeisters geben. Die sollte, so der Rat vor einem Jahr, „künftig wegfallen“. Dieser mit „kw“ abgekürzte Vermerk ist, wenige Monate vor der Bürgermeisterwahl, aus dem Entwurf des Stellenplans verschwunden.

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