Vorwurf: Stadt ignoriert andere Interessen
22.01.2008 | 21:14 Uhr 2008-01-22T21:14:06+0100Siegen. Aus Sicht der Grünen-Ratsfraktion hat die Stadtverwaltung mit dem vorzeitigen Baubeginn für den Dornseifer-Markt auf dem Giersberg viele Interessen ignoriert.
Der erste Spatenstich für den neuen Supermarkt am 15. Januar sei zu Unrecht erfolgt, so die Grünen in einer Pressemitteilung. Der Rat habe erst am 27. Februar über den Bebauungsplan zu entscheiden; dieser trete erst mit seiner Veröffentlichung in Kraft.
Formal sei eine solche Vorgehensweise nach dem Baugesetzbuch zwar zulässig - angesichts der vorliegenden Einwendungen von Bürgern und Nachbargemeinden "allerdings absolut undemokratisch und unverständlich".
So befürchte die Stadt Netphen durch den neuen Markt eine Gefährdung des Einzelhandels im Siedlungsschwerpunkt Dreis-Tiefenbach. Auch eine Beeinträchtigung des Naherholungsgebiets Oberer Giersberg und die Gefährdung der dort lebenden Habichte, die der Stadt "nicht bekannt" seien, fürchtet die Fraktion.
Sie fordert den Rat auf, diese und viele weitere Punkte in öffentlicher Diskussion abzuwägen, bevor es zu einem Beschluss über den Bebauungs-planentwurf komme.
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