Vorrangzonen werden ausgeweitet

Freudenberg..  Die Ausweisung von Konzentrationszonen im Freudenberger Stadtgebiet, die für Windkraftanlagen reserviert sind, muss neu angepasst werden. Am Büschergrunder Knippen, wo drei Windräder möglich sind, muss die vorgesehene Fläche von 33 auf 48 Hektar vergrößert werden. Am Kuhlenberg bei Dirlenbach ist die Erweiterung der Vorrangzone von zwölf auf achtzehn Hektar erforderlich. Dort könnten ebenfalls drei Windräder aufgestellt werden.

Im Stadtentwicklungsausschuss berichtete Planer Michael Längler, dass der zusätzliche Abstand von der Bezirksregierung „erwünscht“ sei – obwohl im Teilplan Energie des Regionalplans Freudenberg nicht mit zusätzlichen Auflagen bedacht wurde. Anders als in den übrigen Kommunen des Siegerlandes, wo die Bezirksplanungsbehörde andere Vorrangzonen festlegen wollte, als es die Städte und Gemeinden beabsichtigten, ließ Arnsberg Freudenberg freie Hand.

Abstände zu gering

Doch in der notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans fiel der Planungsbehörde auf, dass bei Berücksichtigung aller Belange des Landschaftsschutzes und Einhaltung der empfohlenen Abstände der Windanlagen die Rotorblätter über die Vorrangzonen hinausragen könnten, auch wenn der Turm innerhalb der Konzentrationszonen korrekt steht. Deshalb – dem liegt ein Verwaltungsgerichtsurteil zugrunde – müssen die Grenzen weiter gezogen werden.

Investoren stehen schon bereit für die beiden Vorrangzonen. Am Knippen will ein einheimischer Geschäftsmann aktiv werden, der auch schon einen Bauantrag gestellt hat, worüber aber wegen des Verfahrensstandes nicht entschieden ist.

Am Kuhlenberg war ursprünglich eine RWE-Tochter im Geschäft. Inzwischen hat sie sich zurückgezogen. In die Bresche gesprungen ist EnBW, der Energieversorger aus Südwestdeutschland, der bundesweit seine Fühler ausstreckt und auch sein Interesse an Freudenberg bekundete.