Volksbank Siegerland mit Ergebnis „noch zufrieden“

Siegen..  Vier Millionen Euro Gewinn nach Steuern, die Bilanzsumme um 5,3 Prozent auf nahezu 1,3 Milliarden Euro erhöht und im Kundengeschäftsvolumen um 4,6 Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro zugelegt. Zudem bleibt die Dividende für die Mitglieder bei fünf Prozent.

Der Geschäftsbericht aus dem Jahr 2014 der Volksbank Siegerland, den die Vorstände Norbert Kaufmann und Jens Brinkmann gemeinsam mit den Prokuristen Uwe Neu und Markus Schäfer am Donnerstag erläuterten, liest sich auf den ersten Blick erfreulich.

„In einem anspruchsvollen und herausfordernden Umfeld können wir mit dem Ergebnis 2014 noch zufrieden sein“, sagte Jens Brinkmann. Allerdings: Die andauernde Niedrigzinsphase macht insbesondere den Genossenschaftsbanken zu schaffen. Norbert Kaufmann betont zwar einschränkend, „wir ächzen noch nicht“, aber er sagt auch, dass „es fahrlässig wäre, sich nicht auf die Herausforderungen des Markts einzustellen“. Der Zinsüberschuss, eine der wichtigsten Kennzahlen für die Ertragslage, rutschte laut Auskunft der Banker unter den Vorjahreswert – blieb aber immerhin über dem Planniveau.

Ausbau von Online-Banking

Der Zinsüberschuss ist die Differenz aus Zinsen, die die Bank zahlt und kassiert. Die Zinsspanne – der Zinsüberschuss im Verhältnis zur Bilanzsumme – „wurde im fünften Jahr in Folge reduziert“. Erst wenn ein Ende der Niedrigzinsphase absehbar ist, können diese Posten verbessert werden. Jedoch: „In diesem Jahrzehnt“ erwarte er „keine nennenswerte Änderung“, betonte Norbert Kaufmann. „Wir müssen auf die Kostenstruktur schauen“, folgerte er und schloss zugleich einen Personalabbau aus: „Wir werden keine Mitarbeiter entlassen.“

Der demografische Wandel fordert ebenso „Veränderungen in der Strategie“, so der Vorstandssprecher. Derzeit ist die Volksbank Siegerland nach eigenen Angaben an 30 Standorten präsent.

„Das wird sich so dauerhaft nicht aufrechterhalten lassen, die Filiallandschaft wird sich verändern müssen.“ Die „Servicekontakte“ in den Filialen gingen weiter zurück, zugleich hätten die Zugriffe auf das Online-Banking um rund 70 Prozent zugenommen.

Weitere Investitionen

„Wir reagieren darauf und investieren in den weiteren Ausbau unserer Online-Filiale und weitere alternative Zugangswege, entwickeln eine Omnikanalstrategie“, kündigt die Bank an. Etwas weniger blumig umriss Jens Brinkmann die Ziele: „Wir wollen weiter wachsen.“