"Viele können einfach nicht haushalten"
20.06.2007 | 08:58 Uhr 2007-06-20T08:58:26+0200Elf frischgebackene Hauswirtschafterinnen wurden gestern im Berufskolleg AHS Siegen freigesprochen und erhielten ihre Zeugnisse. Die WR sprach mit Eva-Marie Bialowons-Sting, Ortsverbands-Vorsitzende des Deutschen Hausfrauenbundes in Siegen.
ZUR SACHE WR-Bild: ninWie sieht die Ausbildung aus, die die Hauswirtschafterinnen absolviert haben?
Die Ausbildung dauerte drei Jahre. Geschult wurde in Theorie in Praxis. Vermittelt wurden Fertigkeiten und Kenntnisse zur hauswirtschaftlichen Versorgung und Betreuung von Menschen.
Wer bietet Arbeitsplätze für Hauswirtschafterinnen?
Typische Arbeitgeber sind Altenheime und Krankenhäuser. Private Haushalte können sich die Beschäftigung einer Hauswirtschafterin in der Regel nicht leisten - obwohl viele von ihnen die fachliche Unterstützung einer Hauswirtschafterin gut gebrauchen könnten. Heutzutage sind viele Privathaushalte hoch verschuldet. Viele können einfach nicht haushalten.
Welche beruflichen Perspektiven haben die Absolventinnen?
Hauswirtschafterinnen sind heutzutage sehr gefragt. Es gibt außerdem unheimlich viele Weiterbildungsmöglichkeiten, um das Profil zu verbessern. Man kann beispielsweise Fachhauswirtschafterin oder Meisterin für Hauswirtschaft werden.
Werden auch männliche Hauswirtschafter ausgebildet?
Selten - obwohl ja eigentlich jeder einen Haushalt führen können muss. Deshalb bieten wir bald auch einen Kurs an, in dem man den "Haushaltsführerschein" erwerben kann. In anderthalb Tagen werden die grundlegenden Fähigkeiten für den Haushalts-Alltag vermittelt. nin
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