VHS-Fusion derzeit kein Thema mehr

Kreuztal..  Die Stadt Kreuztal hat bei den Fusionsverhandlungen über die Zusammenlegung der Volkshochschulen von Stadt Siegen und Kreis Siegen-Wittgenstein den Erhalt einer eigenen Zweigstelle durchgesetzt. Darauf sei großer Wert gelegt worden, berichtete Bürgermeister Walter Kiß im Kulturausschuss auf Frage von Elfrun Bernshausen (SPD).

Bernshausen hatte sich im Zuge der Haushaltsplanberatung und der inzwischen erfolgten Einbettung des VHS-Büros in die neu eröffnete Stadtbibliothek nach dem Stand der Angelegenheit erkundigt. Zwar ruhen die Verhandlungen inzwischen, doch seien sie davon geprägt gewesen, dass „jeder versucht“ habe, Ansprüche seiner Stadt oder Gemeinde einzubringen. Zudem hätten Stadt und Kreis „nebeneinander her gearbeitet“. Zwischendurch, so Bürgermeister Kiß, sei beabsichtigt gewesen, die Zweigstellen ganz abzuschaffen. Da wollte die Stadt Kreuztal mit der größten Filiale der Kreis-VHS nicht mitmachen: „Die bewährte Anlaufstelle ist auf jeden Fall gesichert.“

Mehr Budget für die Bibliothek

Die Kosten für Veranstaltungen in der neuen Stadtbibliothek sind ein neuer Posten im städtischen Haushalt. Martin Schmidt (Grüne) fragte Kulturamtsleiter Holger Glasmachers nach dem Konzept für die geplante Reihe, die in dem 70 Besucher fassenden Saal stattfinden soll. Laut Glasmachers steht die Stadt dabei „ganz am Anfang“. Auf keinen Fall solle es eine zweite Stadthalle oder gar Weiße Villa unter dem Dach der Bibliothek geben. Vielmehr werde die Stadt die Veranstaltungsreihe lediglich anstoßen und setze darauf, dass von der Bürgerschaft Ideen eingebracht werden.

21 000 Euro mehr für den Medienbestand der Bibliothek sieht der Kulturetat vor, weil mit der Neueröffnung auch ein gewisser Grundstock an Computerspielen bereitgestellt werde. Bislang gehörte diese Software nicht zum Angebot. Sie soll die Einrichtung vor allem für jüngere Besucher attraktiv machen.