Verführung durch "Loverboys" perfideste Art der Ausbeutung
29.02.2012 | 16:09 Uhr 2012-02-29T16:09:00+0100
Kreuztal. „Loverboys“ machen sich an junge Mädchen in Situationen persönlicher Not heran, täuschen ihnen Gefühle vor und liefern sie an Zuhälter-Netzwerke aus. Diese perfide Methode der Ausbeutung wird in der Öffentlichkeit noch nicht wahrgenommen. Aufklärung gab's bei einer Tagung in Siegen-Kreuztal.
Eine Fachtagung in der Weißen Villa in Kreuztal beschäftigte sich am Mittwoch mit der Problematik. Denn Eltern, Lehrer und Erzieher in der Region sollen für das Thema sensibilisiert werden. Dazu waren Expertinnen wie Andrea Hitzke von der Dortmunder Mitternachtsmission eingeladen worden, die sich seit Jahren mit den Folgen der Zwangsprostitution befasst.
Die Kreuztaler Beratungsstelle für „Mädchen in Not“ hatte schon Kontakt zu einer mutmaßlich Betroffenen. Ihr „Anfangsverdacht“, dass eine junge Frau aus dem Siegerland solch einem Handlanger von Zuhälter-Netzwerken zum Opfer gefallen ist, war Anlass für die Veranstaltung, die von der Kreuztaler Gleichstellungsbeauftragten Monika Molkentin-Syring und „Mädchen in Not“ organisiert worden war.
Die Tochter wurde „eine ganz Andere“
Auch ein Betroffener war dabei: Dirk R., Vater eines von einem „Loverboy“ zur Prostitution verführten Mädchens. Seine Familie hat schlimme Erfahrungen gemacht. Anfang 2010 wurde die Jugendliche plötzlich „eine ganz Andere“, brachte einen neuen Freund mit und verschwand kurz darauf mit ihm -- für mehrere Monate. Als die junge Frau wieder auftauchte, wurde klar, dass sie einem Loverboy in die Hände gefallen war. Die Rückkehr in die Normalität, das machte Dirk R. deutlich, gelingt nur mühsam. Inzwischen hat er mit anderen Aktiven die Elterninitiative für Loverboy-Opfer (EILOD) gegründet.
Karen Niemeyer von der Beratungsstelle „Mädchen in Not“ berichtete, dass die Loverboys und ihr verhängnisvoller Einfluss in Siegen-Wittgenstein nur als „Randerscheinung“ betrachtet werden. Das bestätigte Polizeisprecher Georg Baum auf Anfrage: „Konkrete Fälle sind uns nicht bekannt.“
Das hielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung in Kreuztal für eine Einschätzung, die nicht die Wirklichkeit widerspiegelt. Entsprechend groß war die Nachfrage: Deshalb soll baldmöglichst eine Folgeveranstaltung in größerem Rahmen in Siegen stattfinden.
Südwestfalen nicht davon verschont
Vorsitzende Erika Denker vom Bezirksverband der Siegerländer Frauenhilfen gab bei der Veranstaltung bekannt, dass es eine große Akzeptanz ihres Verbandes gebe, sich in der Prostitutionsberatung zu engagieren – ähnlich wie „der Verein „Theodora“ in Herford, deren Leiterin Birgit Reiche ebenfalls teilnahm.
Ingrid Kurzeja vom Siegener Verein Frauen helfen Frauen erinnerte an die Verantwortung der Eltern, die ihren Töchtern in jungen Jahren durch aufreizende Kleidung falsche Ideale vermitteln: „Es macht Tätern viel leichter, wenn schon Zehnjährige das Gefühl haben, ihre Sexualität leben zu müssen.“ Ein Negativbeispiel brachte Gleichstellungsbeauftragte Monika Molkentin-Syring. Es stoße ihr bitter auf, wenn sie sehe, wie Kinder in Kreuztal auf dem Schulweg an „Bildern von nackten Frauen“ vorbeigehen.
17:52
für diese leute sowie für zuhälter und menschenhändler sollte ihnen das nachgewiesen werden müssten arbeitslager eingerichtet werden.von morgens fünf bis abends um sieben arbeiten.sollten sie die kosten die sie durch ihr verhalten nicht abarbeiten einfach verlängerung der haft einführen.unter fünf jahren dürfte sich nichts abspielen.sowas spricht sich in diesen kreisen rum.garantiert würde es helfen.