Vereine stehen zum Bürgerhaus

Müsen..  Bei einer Sitzung des Kulturvereins Müsen, zu der die Vorstände der Müsener Ortsvereine, der Gruppen und Institutionen geladen waren, gab es optimistische Signale zur Zukunft des Bürgerhauses. „Aus den Reihen der Vereine soll mittelfristig ein neuer Vorstand besetzt werden, der die Geschicke des Hauses in die Hand nehmen soll“, heißt es in einer Mitteilung. Erste Zusagen zur Mitarbeit gab es unter anderem aus den Reihen des SGV, des Musikvereins und des Bürgerforums „Müsener für Müsen“. Weitere Vereine sagten Unterstützung zu.

Gute Auslastung

In seiner Eröffnungsrede machte der Kulturvereins-Vorsitzende Gerhard Menn deutlich, dass das Bürgerhaus seit Beginn des Betriebs „kostendeckend bewirtschaftet wird und gut ausgelastet ist“. Anstehende Reparaturen seien bislang weitestgehend ohne kommunale Unterstützung geschultert worden. Das sei „einzigartig in der hiesigen Landschaft der Bürgerhäuser“, betonte Menn.

Auch jetzt stehe das Haus in baulich sehr gutem Zustand da und die Finanzen des Vereins seien solide. Allerdings werde der gesamte Vorstand im Frühjahr 2016 seine Arbeit abgeben, was neue Ideen zum weiteren Erhalt des Bürgerhauses nötig macht: Denn spätestens im Herbst 2015 müsse die Zukunftsperspektive geklärt sein.

In der anschließenden Diskussion wiesen Teilnehmer auf die Geschichte des Kulturvereins und des Bürgerhauses hin. Aus kleinen Anfängen in den 70er Jahren habe sich eine Einrichtung entwickelt, die „heute aus dem Dorfgeschehen kaum wegzudenken ist“, heißt es weiter. Ein Wegfall des Bürgerhauses hätte gravierende Auswirkungen auf die Arbeit der Vereine, machten Musikverein und Gesangverein deutlich. Ebenso stünde für größere Festlichkeiten, Seniorenfeiern, Konzerte, Beerdigungsfeiern, Bärenball und für private Feiern kein anderer, ähnlich großer Raum in Müsen zur Verfügung.

Solidarität untereinander betont

Die Gesamtentwicklung im Dorf sei durch die Schließung des „Müsener Hofs“ und die angedachte Schließung des evangelischen Gemeindezentrums rückläufig und bedrückend, betonte Siegfried Weigand vom Kulturverein. Umso dringender sei der Erhalt des Bürgerhauses für das ganze Dorf. Dieser Appell fand bei den Vereinsvorständen Gehör: Das Haus wurde als „Schatz“ und „Blume auf einer schönen Wiese“ bezeichnet, den es „deutlicher ins Bewusstsein der Dorfbevölkerung zu rücken gälte“.

Die gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen wurde hervorgehoben und an die gegenseitige Solidarität appelliert. Das führte zu mehren Zusagen, sich in einem neu zu gestaltenden Vorstand des Kulturvereins zu engagieren. Auf diesen kommt Arbeit zu: Es gelte, der dörflichen Wahrnehmung des Hauses als „zu teuer“ entgegenzutreten und die Preisgestaltung für die Mieten transparent zu machen. Ebenso soll mit der Stadtverwaltung Hilchenbach nach neuen Kooperationen zur besseren Auslastung des Hauses gesucht werden.