Verein Invema nach Berlin eingeladen

Berlin/Kreuztal..  Der Verein INVEMA aus Kreuztal hat an der Veranstaltung „10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention“ in Berlin teilgenommen. Veranstalter der Inklusionstage war das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Im Mittelpunkt der Inklusionstage steht die Politik für Menschen mit Behinderungen. In diesem Jahr wollte das BMAS mit den circa 500 Teilnehmern vor allem die verschiedenen Facetten des „inklusiven Sozialraums“ beleuchten, denn ein wesentlicher Baustein zur Verwirklichung der Rechte ist die Schaffung eines inklusiven Sozialraums.

In ihrer Begrüßungsrede machte Gabriele Lösekrug-Möller, Parlamentarische Staatssekretärin, deutlich, dass sich in punkto Inklusion in Deutschland bereits einiges bewegt habe.

Freude über Anerkennung

Im einem Workshop, der die Bereiche Freizeit, Kultur und Sport umfasste, stellte Geschäftsführer Stephan Lück vom Verein INVEMA die Bemühungen im Bereich Freizeit im Besonderen dar. Stephan Lück: „Wir sind schon ein wenig stolz darauf, dass unsere Arbeit und unser Einsatz für eine inklusive Gesellschaft bis nach Berlin ,vorgedrungen sind’. Ich habe in Berlin aber auch deutlich gemacht, dass ich ein wenig skeptisch auf die Entwicklung der Behindertenhilfe schaue und wir sehr kritisch die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Aufbau eines ,inklusiven Sozialraums’ beobachten. In vielen Projekten und Aktionen, wo heute Inklusion draufsteht, ist nämlich keine Inklusion drin. Manchmal könnte man meinen, dass alles das, was früher zu Ausgrenzung und Fremdbestimmung geführt hat, heute einfach ,inklusiv’ genannt wird – ohne dass sich inhaltlich wirklich etwas verändert hat.“

Geschäftsführer Stephan Lück hatte in Berlin Gelegenheit, sich mit der Bundes-Behindertenbeauftragten auszutauschen. Lück: „Für mich waren die klaren Aussagen von Frau Verena Bentele sehr erfreulich, die in der Gesprächsrunde auch deutliche Kritik am neuen Bundesteilhabegesetz geäußert und klare Positionen bezogen hat. Frau Bentele hat mir viel Erfolg und weiterhin Durchhaltevermögen gewünscht für unseren Einsatz im Kreis Siegen-Wittgenstein.“