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Uni Siegen will Zulassungen für Lehramtsfächer beschränken

07.03.2013 | 16:15 Uhr
Uni Siegen will Zulassungen für Lehramtsfächer beschränken
Die Uni Siegen platzt aus allen Nähten. Mehr als 17.500 Stundeten sind aktuell eingeschrieben.Foto: Irmine Skelnik

Siegen.   Die Uni will den Zugang zu vielen Fächern erschweren. Die Hochschulverwaltung hat unter anderem für eine Vielzahl von Lehramtsfächern Zulassungsbeschränkungen beim nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium beantragt. Werden sie genehmigt, sollen sie zum kommenden Wintersemester wirksam sein. Dann drängt der doppelte Abiturjahrgang an die Hochschulen.

 „Im vergangenen Jahr sind wir vollgelaufen“, sagte Uni-Sprecherin Katja Knoche und begründete die schärferen Zulassungsbestimmungen mit dem signifikanten Anstieg der Studentenzahlen. Damals galten noch keine Zulassungbeschränkungen.

Mehr als 17.500 Studenten sind im laufenden Semester eingeschrieben, darunter knapp 3500 junge Menschen, die in Siegen ein Studium aufgenommen haben. Ursprünglich ist die Uni auf dem Haardter Berg und den anderen Standorten für 7500 Studenten gebaut worden. Laut Hochschulpakt II müssen in diesem Jahr 3425 Studenten ihr Fachstudium in Siegen beginnen. Die Verwaltung plant, zehn Prozent mehr aufzunehmen.

Bis April teilen die vier Fakultäten dem Rektorat ihre Kapazitäten mit, erklärt Katja Knoche weiter. Welcher Numerus Clausus (NC) für welches Fach gilt, steht indes noch nicht fest. „Das hängt von der Nachfrage ab“, erläuterte sie.

Alternativen wären Wartesemester

Bewerben sich etwa 500 angehende Akademiker für ein Fach, für das 500 Plätze vorgehalten werden, geschieht nichts. Tauchen allerdings mehr Namen auf der Bewerberliste auf, entscheidet der Abischnitt über die Reihenfolge auf der Liste. Die Note von Kandidat 500 markiert dann den NC. Die Alternative wären Wartesemester.

Für den Asta (Allgemeiner Studierendenausschuss) ist der NC kein angemessenes Instrument, auf steigende Studentenzahlen zu reagieren. „Wir lehnen den Numerus Clausus grundsätzlich ab“, sagte Julian Hopmann, zuständig für akademische Belange. „Es kann nicht sein, dass Leuten das Studium verwehrt wird“, betonte er. Hopmann sieht allerdings weniger die Uni als das Land in der Pflicht.

Der doppelte Abijahrgang fordert nicht nur die Siegener Hochschule heraus. Die Technische Universität Dortmund zum Beispiel will auch zum kommenden Wintersemester den Zugang zu sämtlichen Lehramtsfächern erschweren.

Jens Plaum



Kommentare
08.03.2013
19:44
Uni Siegen will Zulassungen für Lehramtsfächer beschränken
von fragender123 | #2

Wer den Euro einführt, darf sich über eine kritische Finanzlage genausowenig beschweren wie über dieselbe kritische Finanzlage, die nach zwanzig Jahren neoliberaler Sanierungspolitik das logische Resultat darstellt.

Und was die Universitäten und die dort sitzenden Experten anbelangt, habe ich dafür nur ein Prädikan übrig: Feiges ****!

Erst fachwissenschaftlich fundiert herumsalbadern, aber dann nicht entsprechend handeln, dann auch noch Beifall klatschen um sich kurz darauf zu beschweren das alles in Schieflage gerät. Das war schon seit je her das Problem vieler Akademiker: Sie sind hervorragende Theoretiker und Experten, aber sobald es an die handwerkliche Umsetzung dieses Expertenwissens geht, knicken sie bei den geringsten Problemen ein und kuschen, lassen sich aber mit den Elite-Universitäten bauchpinseln.

Nur ein kleiner Hinweis: An einer Eliteuniversität werden die besten der Besten gefördert, an einer wahren Eliteuniversität kümmert man sich um ein Breiteres Spektrum.

08.03.2013
12:00
Uni Siegen will Zulassungen für Lehramtsfächer beschränken
von Klug99 | #1

Hier werden die Kinder veralbert! Die Landespolitik stellt für den Doppeljahrgang nicht genügend Geld zur Verfügung und damit verhindert ausgerechnet ROT/GRÜN eine sozial gerechte Bildungschance für die Jugendlichen!

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