Uni Siegen und Stadt planen Netzwerk zur Schulentwicklung

Uni und Stadt wollen in Sachen Bildung enger zusammenarbeiten.
Uni und Stadt wollen in Sachen Bildung enger zusammenarbeiten.
Foto: WAZ FotoPool/ Ralf Rottmann
Was wir bereits wissen
Die Stadt Siegen will mit der Universität in Sachen Bildung enger kooperieren. Vom Siegener Netzwerk Schulentwicklung sollen beide Seiten profitieren.

Siegen.. Siegen plant ein Netzwerk Schulentwicklung. Es soll den Schulen einerseits helfen, den eigenen Unterricht weiterzuentwickeln. Die Uni soll auf der anderen Seite in Bezug auf Lehrerbildung profitieren. Ein Konzept soll dem Arbeitskreis Schulentwicklungsplanung spätestens im Februar vorgelegt werden, sagt der zuständige Fachbereichsleiter André Schmidt.

Hochschule erarbeitet Kooperationsvertrag

Am Kooperationsvertrag wird derzeit von Seiten der Hochschule gearbeitet. Zuletzt trafen sich vor den Weihnachtsfeiertagen die Projektverantwortlichen. Mit am Tisch saßen Uni-Rektor Professor Holger Burckhart und die Beigeordnete Babette Bammann.

Das Vorhaben geht zurück auf die Uni-Schule. Das Projekt wurde 2013 politisch begraben. Dennoch sprach sich der Rat dafür aus, wissenschaftliche Expertise vom Haardter Berg für Siegens Schulen nutzen zu wollen (wir berichteten). „Dieses ,Aber’“, wie Dr. Jörg Siewert, Pädagoge an der Uni, es ausdrückt – „haben wir ausgearbeitet“. Zumindest in weiten Teilen.

Das Netzwerk soll in einer ersten Runde pro Schulform eine Schule umfassen, also eine Grundschule, einen Standort Haupt- und Realschule, eine Gesamtschule und ein Gymnasium sowie ein Berufskolleg. Besonderheit bei den Grundschulen: Idealerweise sollte sie mit einer Kita zusammenarbeiten. Der Blick der Experten richtet sich nämlich, so der Wissenschaftler weiter, auch explizit auf die vorschulische Bildung. Insbesondere der Übergang von der Kita in die Schule spielt bei den Planungen eine wichtige Rolle.

Erkenntnisse aus der Forschung nutzen

Die Aufgabe der Hochschul-Fachleute: wissenschaftliche Begleitung. Unter anderem sollen Studenten im Praxissemester an die Schulen. Die Rede ist von Lehrer-/Studenten-Tandems. Zwei bis drei Studierende arbeiten mit einem Lehrer zusammen. „Die Uni kann ihre Theorie in die Praxis umsetzen“, sagt André Schmidt. Erkenntnisse aus Forschungen etwa könnten unmittelbar im schulischen Alltag angewendet werden.

Der Effekt: Der kundige Blick von außen offenbart mitunter überraschende Einsichten. „Das wäre der kurze Draht zur Uni“, erklärt der Fachbereichsleiter weiter. „Wir zeigen Stellschrauben auf“, betont Jörg Siewert. Die Hochschule indes sichert sich ein wichtiges Stück Praxis im Zuge ihrer Lehrerbildung.

Im März sollen Schulen informiert werden

Im März sollen die Schulen informiert werden. Sie müssen sich – sollten sie mitmachen wollen – mehr oder weniger bewerben. Oder „signalisieren, dass sie teilnehmen wollen“, sagt Jörg Siewert.“ André Schmidt ergänzt, dass „bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein“ müssen.

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