Uni lässt Gymnasiasten an Autos schrauben

Allenbach..  Die Bremsanlage der Audi-Limousine ist ein Fall für Max und Meike. Die beiden 15-Jährigen setzen Bremsbeläge ein und montieren die Bremsscheibe, kurz danach folgt der Test auf dem Bremsenprüfstand. Max und Meike gehen in die 9. Klasse des Gymnasiums Stift Keppel, auf ihrem Stundenplan stand nun der Besuch der Uni Siegen und das Lernen im Beruf.

Über den Mehrwert der Ausbildung

Im Fahrzeugdidaktischen Labor (FDL) des Lehrgebiets „Technikdidaktik am Berufskolleg“ waren Schülerinnen und Schüler zwei Tage zu Gast, um ihre im Physik- und Mathematikunterricht erworbenen Kenntnisse von Kräften, Reibung und Flüssigkeitsdruck in der Praxis anzuwenden. Das FDL wird für die Lehrerausbildung genutzt, die Werkstatt in Weidenau verfügt über einen modernen Bremsenprüfstand, Hebebühnen und lasergestützte Achsvermessung. Die Schülerinnen und Schüler zerlegten an verschiedenen Autos die Bremsanlagen, inspizierten diese und setzten sie wieder instand.

Prof. Dr. Ralph Dreher, Leiter des Lehrgebiets: „Wir möchten auch den potenziellen Mehrwert einer dualen Ausbildung für den eigenen Lebensweg verdeutlichen – gerade auch als Basis für ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium.“ Physiklehrer Markus Diehl: „Wirklich einmal zu sehen, wie physikalische Prinzipien zu konkreten technischen Systemen transformiert wurden, zeigt auch den Einfluss naturwissenschaftlicher Erkenntnis für unser aller Leben.“ „Durch den Unterricht konnten wir die Dinge gut nachvollziehen und an den Autos umsetzen“, bestätigen Max und Meike, „wie das aussieht, sieht man sonst nur im Fernsehen.“

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