TÜV-Experten helfen Tunern weiter

Siegen..  Nicht alles, was Tuning-Fans an ihre Autos bauen, darf im Straßenverkehr auch offiziell auftauchen. Um Ärger vorzubeugen, geben die Sachverständigen der TÜV-Station Siegen Tipps – damit der doppelte Sportauspuff, die breiteren Reifen, der sattere Sound oder ein Pkw-Motor im Motorrad nicht für Ärger sorgen.

Verdruss vermeiden

„Beim Thema Tuning herrscht oft große Unsicherheit“, sagt der Siegener TÜV-Stationsleiter Stefan Schmidt. Nicht jedes Bauteil, das aus den USA, Asien oder auch europäischen Nachbarländern importiert wird, darf automatisch in Deutschland verwendet werden. Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) „lässt viel zu, gibt aber klare Richtlinien, was erlaubt ist und was nicht“, betont der Experte. Diese Richtlinien betreffen neben Lautstärke und Umweltschutzaspekten in erster Linie natürlich die allgemeine Verkehrssicherheit.

Wer sein Auto oder Motorrad nämlich umbaut, verändert automatisch auch dessen Fahreigenschaften. Bei etlichen Tuningmaßnahmen ist genau das schließlich der Sinn und Zweck; bei manchen, die in erster Linie auf optische Wirkung zielen, kann es aber auch ein Nebeneffekt sein. Damit die Modifikationen nicht den Fahrer und dessen Umgebung gefährden oder stören, müssen sie vom TÜV abgenommen werden.

„Wir stoßen bei getunten Fahrzeugen leider immer wieder auf Bauteile, die für teures Geld gekauft und eingebaut wurden, aber nicht verwendet werden dürfen“, so der Leiter der TÜV-Station an der Leimbachstraße. „Das tut dem Fahrer finanziell weh und auch uns blutet dabei oft das Herz – denn wir können ja sehen, wie viel Energie und Leidenschaft der Besitzer in seine Maschine gesteckt hat.“

Damit sich alle Beteiligten diesen Frust ersparen, bieten Schmidt und seine Kollegen an, Tuningvorhaben von der Planung an individuell zu begleiten. „Wir wollen die Tuner dabei unterstützen ihre Ideen zu verwirklichen – so lange sie innerhalb der Richtlinien bleiben. Wir freuen uns über jeden, der mit tollen Ideen zu uns auf den Hof kommt.“