Thema Schulzeitenstaffelung
09.12.2010 | 17:52 Uhr 2010-12-09T17:52:00+0100
Kreuztal.Von einem „zweiten Anlauf“ des Zweckverbands Öffentlicher Personennahverkehr, in Kreuztal doch noch eine Schulzeitenstaffelung durchzusetzen, will Anke Hoppe-Hoffmann erfahren haben.
Sie teilte dies jetzt im Schulausschuss mit, als es um die – inzwischen weitgehend ausgestandenen – Probleme mit dem Schulbusverkehr ging.
„Wird nun alles wieder auf den Kopf gestellt?“, fragte die grüne Stadtverordnete. Schon nächstes Jahr, so will sie gehört haben, sollen diese Veränderungen im Linienbündel Mitte stattfinden, gegen die sich Kreuztal und die Schulen im Schulzentrum vor zwei Jahren erfolgreich gewehrt hatten. Hoppe-Hoffmann schlug deshalb vor, dass die Verwaltung frühzeitig mit den Schulen ins Gespräch kommen sollte.
Die Schulzeitenstaffelung würde sich auf die drei Schulen im Schulzentrum Stählerwiese auswirken: Mehr als die Hälfte der Gymnasiasten, Gesamt- und Realschüler erreicht die Schule mit dem Bus und fährt mittags oder nachmittags damit nach Hause.
Einsatz von Bussen
soll entzerrt werden
Mit dem späteren Unterrichtsbeginn soll der gleichzeitige Einsatz von Bussen an vielen Schulstandorten zwischen Siegen, Freudenberg, Kreuztal, Hilchenbach und Netphen entzerrt werden. Der ZWS, der die Busse bei Transdev bestellen muss, würde einiges an Kosten sparen.
Allerdings brächte die durch Ratsbeschluss und begleitende Proteste aus den Schulen im Sommer 2007 verhinderte Schulzeitenstaffelung die Pläne der Schulen durcheinander. Denn laut Dezernent Dieter Loske wird am Gymnasium gerade über eine Umstellung der Schulstunde von 45 auf 60 Minuten nachgedacht, um damit die Verschiebung des Unterrichts in die Nachmittagsstunden zu umgehen.
Schulleiter Herbert Hoß plant die Umstellung zum neuen Schuljahr. Damit soll den Wünschen vieler Eltern entsprochen werden, die auf die sportlichen und musischen Ambitionen ihrer Kinder in der Freizeit Wert legen. Hoß: „Eine Schulzeitenstaffelung würde uns nicht guttun, weil wir feste Vorstellungen von einer durchstrukturierten Woche haben.“
Mit der längeren Schulstunde wäre der Unterricht kurz vor 14 Uhr fertig: „Ich würde das nur ungern auf halb drei schieben lassen.“
ZWS-Geschäftsführer Günter Padt bestätigte, dass 2011 der komplette Schülerverkehr – nicht nur in Kreuztal – aufgenommen und „planerisch erfasst“ werden soll. Auf dieser Grundlage will der ZWS sich erneut die Schulzeitenstaffelung vornehmen.
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