„Tango Fuego” hatte keine Stimme
26.04.2009 | 20:30 Uhr 2009-04-26T20:30:00+0200Einen Wermutstropfen gab es: Sängerin Laura D'Onofrio konnte das Spiel der vier Musiker wegen einer Stimmbandentzündung nicht begleiten.
Dem somit nur akustischen Ensemble Tango Fuego gelang es trotzdem, den Zuhörern im gefüllten großen Saal der Weißen Villa die Leidenschaft des südamerikanischen Tangos näher zu bringen. Sergio F. Carbone (Bandoneon), Detlef Strüwe (Piano), Sebastian Reimann (Violine) und Fritz Roppel (Kontrabass) spielten das ganze Spektrum der Musik von Buenos Aires. Ihr Können reichte von klassischen Tangos bis hin zur Tango-Version des Walzers. Besonders der einzige gebürtige Argentinier der Gruppe, Sergio F. Carbone, zeigte mit seinem Bandoneonspiel, wie der Tango in seinem Geburtsland klingt.
Typisch für das Ensemble, das bereits seit 1991 zusammen spielt, sind die eigenen Arrangements, die selbst bei Klassikern für einen unverwechselbaren Stil sorgten. Reimann, der mit Witz und Charme durch den Abend führte, demonstrierte durch eine besondere Spieltechnik auf seiner Violine, wie humorvoll Tango sein kann. Auch die teils noch druckfrischen Eigenkompositionen von Detlef Strüwe standen denen bekannter Tango-Größen in nichts nach. Darunter „Tango ciudad”, ein Stück über die Hektik und Vereinsamung in der Großstadt, oder das traditionelle Stück „Der Heuler”. Ohne die weibliche Stimme fehlte dem Abend das versprochene Feuer des Tangos allerdings doch ein wenig.
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