Studie gibt Siegen gute Noten

Siegen..  Die Stadt Siegen gilt im landesweiten Vergleich als „vorbildliche Beispielkommune“ im Umgang mit dem demografischen Wandel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Gerontologie an der TU Dortmund und der Forschungsgesellschaft für Gerontologie im Auftrag des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen. Die Wissenschaftler haben untersucht, wie Kommunen dem demografischen Wandel begegnen und welche Strategien sich in der Praxis bewährt haben. Dafür fragten die Forscher landesweit in mehr als 270 Städten, ob sie über ein eigenes Demografiekonzept verfügen. Die Studie hebt neben Siegen elf weitere Kommunen mit einem beispielhaften Demografiekonzept hervor.

Interdisziplinärer Ansatz

Die Stadt Siegen wird positiv bewertet, weil sie nicht nur über eine eigene Geschäftsstelle Demografie verfügt, sondern interdisziplinär an Demografie-Projekte herangehe. Die Studie hebt hervor, dass der Bürgermeister bereits 2008 eine fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe zum Thema gegründet hat. Als besonderer Erfolg wird die Entwicklung einer App im Rahmen eines Projekts zur Erforschung von mobilitätsunterstützenden Systemen für Senioren mit Namen „Sehr mobil“ gelobt. Sie wurde mit den Universitäten Siegen und Heidelberg sowie weiteren Partnern erarbeitet und findet breite Anerkennung.

Anreiz für Ummeldung

Auch das Angebot für Siegener Studierende, einmalig die Kosten des Semestertickets zu übernehmen, wenn sie sich für Siegen als Hauptwohnsitz entscheiden, wird als effektive Entscheidung beurteilt. Hierdurch konnte Siegen laut Mitteilung der Stadtverwaltung bisher 500 Einwohner pro Jahr gewinnen.