Stojan findet Wiederaufbau Siegens „gelungen“
06.07.2010 | 18:50 Uhr 2010-07-06T18:50:00+0200
Siegen.Der Wiederaufbau der Stadt Siegen und ihre zukünftige Gestaltung waren das Thema eines Vortrags von Stadtbaurat Michael Stojan bei den Aktiven Frauen Siegen im DHB Netzwerk Haushalt.
„Siegen hat ein Imageproblem“, meinte Stojan. Viele Siegener trauerten dem historischen Stadtbild nach, das dem Luftangriff von 1944 zum Opfer fiel. Der Wiederaufbau sei in den Augen vieler Einwohner nur ein unvollkommener Ersatz, obwohl er so gelungen sei wie kaum ein anderer in Deutschland.
Anhand von neuen und alten Stadtplänen zeigte Stojan auf, dass der ursprüngliche Stadtgrundriss mit der kleinen Parzellierung beibehalten wurde und die Architektur viele traditionelle Details der alten Bauten übernommen hat, wie beispielsweise Erker, Sprossenfenster, Holzfensterläden oder auch Schieferfassaden.
Aus städtebaulicher Sicht habe Siegen viel zu bieten. Die zwei Schlossanlagen, die Altstadt mit einer fast zwei Kilometer langen Stadtmauer, die Kirchen und die innerstädtischen Grünanlagen gelte es in ihrer Unverwechselbarkeit zu bewahren und Neues hochwertig und mit Stil zu gestalten. Dazu gehörten auch die dörflichen Stadtteile mit ihrem ganz besonderen Charakter.
Der Rückbau der Siegplatte wurde auch thematisiert und lebhaft diskutiert, zielt doch die Planung darauf, die Sieg und somit die Innenstadt zu einem erlebbaren, attraktiven und lebenswerten öffentlichen Raum zu gestalten.
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