Stärkster Anstieg bei Komasäufern

Siegen-Wittgenstein..  Mit einem Plus von 57 Prozent hat der Kreis Siegen-Wittgenstein im Jahr 2013 den höchsten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr an jugendlichen Komasäufern in NRW zu verzeichnen. In keinem anderen Kreis und in keiner anderen kreisfreien Stadt stieg der prozentuale Anteil an Patienten zwischen 10 und 20 Jahren, die aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung in einer Klinik behandelt werden mussten. Das liegt natürlich auch daran, dass es im Kreisgebiet die Kinderklinik gibt, in der auch Patienten aus dem Umland behandelt werden.

34 Mädchen im Krankenhaus

In absoluten Zahlen hatten im Jahr 2012 51 jugendliche Patienten eine Alkoholvergiftung, im Jahr 2013 waren es 80, 46 Jungen und 34 Mädchen. Besonders bei den jungen Frauen gab es einen starken Anstieg – laut Statistischem Landesamt waren es im Vorjahr nämlich nur 13 Patientinnen – mit einem Plus von 161 Prozent im Vergleich zu 2012.

In den vergangenen zehn Jahren lag die Zahl der behandelten Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen im Jahr 2008 mit 129 Patienten am höchsten. 2004 mit 39 Patienten am niedrigsten.