Stadt erledigt Schularbeiten

Die Gesamtschule Eiserfeld wird zunehmend barrierefrei. In den Sommerferien laufen Arbeiten zur Installation eines Aufzugs an Gebäudetrakt B.
Die Gesamtschule Eiserfeld wird zunehmend barrierefrei. In den Sommerferien laufen Arbeiten zur Installation eines Aufzugs an Gebäudetrakt B.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Mehr als eine Million Euro wird die Stadt Siegen während der Sommerferien in Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an Schulen investieren.

Siegen..  Die größten Posten fließen in Vorhaben zur Verbesserung der Barrierefreiheit, wie die Verwaltung auf Anfrage mitteilt. Die Stadt nutzt die großen Ferien klassischerweise zur Abarbeitung der Maßnahmenbündel, um den laufenden Unterrichtsbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Naturgemäß ergibt sich damit ein relativ schmales Zeitfenster, dessen optimale Nutzung ein größeres Maß an Planung und Koordination erfordert.

Schwerpunkt Barrierefreiheit

Mit rund 60 Prozent des Gesamtvolumens entfällt der Löwenanteil der Investitionen diesmal auf Grundschulen. An der Glückaufschule beispielsweise wird die Treppenanlage um eine Rampe ergänzt, um Rollstuhlfahrern und anderweitig mobilitätseingeschränkten Menschen den Zugang zu erleichtern. Außerdem steht dort die Sanierung von Stützmauern und einigen Außenanlagen an.

Nicht alle Maßnahmen führen aber zu sichtbaren Veränderungen. Sechs Grundschulen etwa erhalten neue Alarmanlagen, an einer weiteren steht die Erneuerung von Grundleitungen an.

„In der Gesamtschule Eiserfeld werden die Arbeiten am sichtbarsten sein“, schreibt die Stadt. Um hier die Barrierefreiheit zu erreichen, entsteht außen am Gebäudetrakt B ein freistehender Aufzugturm. „Hätten wir den Aufzug im Inneren gebaut, hätten wir einen Raum opfern müssen“, erklärt Bauleiterin Marianne Gerhardus von der Technischen Gebäudewirtschaft der Stadt Siegen. Der Lift wird voraussichtlich Anfang November fertiggestellt. Derzeit, so Gerhardus, gebe es Lieferschwierigkeiten. Außerdem müssen die unterschiedlichen Gewerke nacheinander zum Einsatz kommen.

Langfristige Pläne

Für die barrierefreie Erschließung von Trakt A gibt es zwar noch keinen Termin, dafür aber konkrete Pläne. Auch hier ist mittelfristig ein Aufzug vorgesehen. Dieses Vorhaben werde im Zuge der großen Maßnahme umgesetzt, wenn die Gesamtschule Eiserfeld die Räume der Realschule Am Hengsberg übernimmt. Diese zieht bekanntlich um, sodass sie mit dem Gymnasium zusammen nach den Ferien das Schulzentrum Morgenröthe bildet.

Für die Gesamtschule Eiserfeld wird der Hengsberg ein Teilstandort. Dort läuft der Unterricht für die Unterstufe. Barrierefreiheit sei hier relativ einfach herzustellen, etwa durch einen so genannten Treppenschrägaufzug oder eine Hebebühne. Der Komplex an der Talsbachstraße ist für Mittel- und Oberstufe vorgesehen und kommt mit den zwei Aufzügen aus. Das mit der Schule abgestimmte Konzept sieht nämlich vor, dass in den Obergeschossen von Trakt C kein Unterricht für Schüler stattfindet, die auf Aufzüge angewiesen sind. Die Umsetzung der einzelnen Schritte erfolge „Zug um Zug“, so die Bauleiterin. Die Instandhaltung der städtischen Schulen ist naturgemäß ein fortlaufender Prozess. Im Baubedarfsnachweis der Schulen 2015 sind Maßnahmen bis zum Jahr 2020 – mit Verweis auf darüber hinaus gehende Zeitfenster – aufgeführt. Unter Berücksichtigung der tatsächlichen Entwicklung von Immobilien und ihrem Zustand werden diese Übersichten fortlaufend aktualisiert.

Erhalt der Immobilien

Außer Barrierefreiheit sind dabei im Bereich der investiven Maßnahmen insbesondere Aspekte der energetischen Sanierung von Bedeutung. Dem gegenüber stehen die reinen Bauunterhaltungsmaßnahmen, die sich auf vorhandene Substanz beziehen und deren Nutzung langfristig gewährleisten sollen. Höchste Priorität haben grundsätzlich alle Vorhaben, die der Sicherheit dienen.

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