Stadt bestellt Ersatz für Parkplätze

Hilchenbach..  Wenn der Landesbetrieb Straßenbau die B 508 in Dahlbruch und Allenbach mit getrennten Radwegen für beide Fahrtrichtungen versieht, verschwinden die Mehrzweckstreifen, die gern als Parkplätze benutzt werden. Die Stadt will nun auf ihre Kosten Ersatzparkplätze am Straßenrand anlegen lassen, nicht nur, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, in Dahlbruch, sondern auch in Allenbach.

Die 15 Stellplätze in der Böschung unterhalb der katholischen Kirche waren am Mittwoch im Stadtentwicklungsausschuss unstrittig: Kirche, Kita, Restaurant und Arztpraxis kommen als Nutznießer in Frage. „Das ist schon ein Batzen Geld“, gab Dr. Peter Neuhaus (Grüne) zu bedenken — immerhin 105 000 Euro wird die Stadt dafür aufbringen müssen.

Mit etwa 42 000 Euro wird ein kürzerer Parkstreifen unterhalb des Allenbacher Gemeindehauses veranschlagt. Die Kosten für die dort zu gewinnenden sechs Stellplätze stünden „in keinem zu befürwortenden Verhältnis zum Nutzen“, riet die Verwaltung in ihrer Vorlage ab. Auch Pfarrer Herbert Scheckel sah keinen Bedarf: Die Parkmöglichkeiten am Gemeindehaus und in der Straße am Langenstück genügten. Der Pfarrer, wandte Peter Gebhardt (FDP) ein, „mag Gottesvertreter sein. Die Volksvertreter sind wir.“ Einstimmig schloss sich der Ausschuss an — nicht aber dem weiteren Wunsch Gebhardts, gegenüber dem Elektrogeschäft Holtrode mit der Postagentur weitere sechs Stellplätze für 9000 Euro vorzusehen. Das wäre „relativ sinnfrei“, fand André Jung (CDU): Nutzer müssten die stark befahrene B 508 überqueren. „Dann müssten wir da auch noch eine Ampel installieren“, sagte Klaus Stötzel (SPD).

Richtung Hilchenbach keine Chance

Prüfen sollen Landesbetrieb und Verwaltung aber, ob Parkmöglichkeiten nicht unmittelbar vor dem Geschäft geschaffen werden könnten. Dort befinden sich allerdings sowieso schon die zum Haus gehörenden Parkplätze. Peter Gebhardt (FDP) verwies darauf, dass die Parkstreifen somit ausschließlich in Fahrtrichtung Kreuztal vorgesehen sein. In Richtung Hilchenbach „hat man keine Chance anzuhalten“. Dabei böten Parkstreifen auch die Möglichkeit, nach rechts auszuweichen und Rettungswagen passieren zu lassen.