Spurensuche seit 50 Jahren

1964 war es der Müsener Hubert Cadel, der auf der Passhöhe Spuren von Mauerwerk fand. 1970 bis 1972 nahmen sich Archäologen des Deutschen Bergbaumuseums Bochum und des Westfälischen Amtes für Bodendenkmalpflege des Geländes systematisch an — der beabsichtigte Ausbau der damaligen Kreisstraße zwischen Müsen und Littfeld gab den Anlass dazu.

Silberhaltige Blei- und Zinnerze sind zwischen 1200 und 1300 aus dem Altenberger Gang ­herausgeholt worden, mit dem Silber wurde die Siegener Münze geprägt. Weil sie so gierig und hartherzig waren, habe Gott die reichen Bewohner bestraft und ihre Siedlung mit Feuer und Schwefel zerstört – berichtet die Sage.

Wahrscheinlich hatten die Bergleute, die ihre Häuser sowieso oft wieder abrissen und neu bauten, einfach noch nicht die technische Möglichkeit, an tiefer gelegene Lagerstätten heranzukommen, und sind deshalb abgezogen – vermuten die Archäologen. Wobei Brandzerstörungen, so steht es im Bericht des Bergbaumuseums, „ein katastrophales Ende der Siedlung erahnen lassen“.