Sportpark wird unfair behandelt

Sportpark Zum Leserbrief „Unendliche Geschichte“ des Netpher Ratsherrn Klaus Kopetzki vom 9. Juni.

Als Unternehmer und langjähriges Ratsmitglied müsste Herr Kopetzki eigentlich einschätzen können, was es heißt, den im Jahr 2004 als „Hettlage Freizeit Center“ übernommenen Schrotthaufen nach erheblichen Investitionen mit privaten Mitteln bis heute für die Bürger zu erhalten. Stattdessen nun dieser unsachliche Leserbrief, offenbar mit der Absicht, die laufenden Verhandlungen mit der Stadt Netphen zur Findung eines fairen Kompromisses zu stören.

1. Der Rat ist nicht mehr Herr der Situation. Der zu erwartende Rechtsstreit mit dem Betreiber und/oder seine Insolvenz mit der Folge, dass ein Insolvenzverwalter das Heft in die Hand nimmt, stehen der nahtlosen Übernahme durch die städtische Hallenbad-GmbH entgegen. Die Weiterführung ist nicht unabhängig vom jetzigen Betreiber. Diesem gehört wichtiges betriebliches Vermögen, das jeder künftige Betreiber benötigt. Und: Aus einem Bademeister wird nicht von heute auf morgen ein Eismeister. Public Viewing und Konzerte fordern zudem spezifisches Know How.

2. Die Anwohnerklage gegen die Eis-Disko war aufgrund der Lage des Sportparks rechtlich möglich. Die Folge ist, dass die Pacht nicht mehr erwirtschaftet werden kann.

3. Die Versiegelungsabgabe wirkt für die Stadt wie eine zweite Pacht, da sie diese erhebt, d.h. selbst

nicht belastet wird, sie aber dennoch vom Sportpark kassiert.

4. Die Jamaika-Koalition behandelt SPS unfair, um dem ungeliebten Bürgermeister zu schaden.

5. Kopetzki wirft SPS das „üppige“ Gehalt des Geschäftsführers vor. Kennt er auch seine „üppige“ Arbeitszeit? Woher nimmt er das Recht, das durch sein Amt erworbene Halbwissen zu diesem Thema öffentlich zu machen?

6. SPS wird von der Sozietät Grotepass und Petri beraten. Grotepass ist Berater von SPS und Petri berät die Stadt Netphen. Er ist noch nie für SPS tätig gewesen.

7. Der Betreiber droht nicht seit Jahren mit der Insolvenz. Er verweist allerdings seit längerem darauf, dass die Weiterberechnung der nicht zu erwirtschaftenden Pacht zu einer Überschuldung der SPS führt, neben der Zahlungsunfähigkeit ein weiterer Grund für die Insolvenz. Diese redet der Rat durch seine verschiedenen Kündigungsbeschlüsse und deren Veröffentlichung herbei. Das müsste gerade Kopetzki wissen, der seit Jahren die Verwaltung der Insolvenzverschleppung beschuldigt.

8. Kopetzki erwähnt mit keinem Wort die hohen Investitionen der Betreiber in die städtische Anlage, von denen 450 000 Euro der Stadt nach Pachtende als Bereicherung verbleiben. Er verschweigt auch die gelungenen Investitionen wie Indoor Soccer oder die erfolgreichen Innovationen wie Public- Viewing und Konzerte wie „Revolverheld“ im Vorjahr.

9. Ebenso wenig erfährt der Leser, dass die Stadt seit Ende 2011 mit ihrem Fitness-Studio im Hallenbad in einen rechtlich unzulässigen Wettbewerb zu ihrem Pächter getreten ist. Dies geschieht mit Steuergeldern, während der Pächter privates Kapital einsetzen muss. Der Wettbewerb ist also nicht nur unzulässig, er ist auch in höchstem Maße unfair.

Was ist aus der früher so stolzen Mehrheitspartei CDU in Netphen geworden, dass sie sich für die Mehrheit der von ihr geführten Jamaika-Koalition von Herrn Kopetzki und seinen persönlichen Antipathien abhängig macht und damit der „Schwanz mit dem Hund wedelt“?