SPD kritisiert mangelnde Information

Freudenberg..  Ein Nachspiel hatte der vor einigen Wochen erfolgte Abriss einer stillgelegten Bahnbrücke im Gambachtal jetzt im Bau- und Verkehrsausschuss: Die Verwaltung machte deutlich, dass es sich bei der umstrittenen Maßnahme um Routine gehandelt habe („Geschäft der laufenden Verwaltung“). Doch SPD-Fraktionschef Arno Krämer war entschieden anderer Meinung und kritisierte mangelnden Informationsfluss zwischen Verwaltung und Politik und sprach davon, die Kommunalaufsicht anzurufen.

Eigentlich war im Zusammenhang mit der Sanierung des Gambachsweihers geplant, die Unterführung unter dem Bahnviadukt tiefer zu legen, um die Befahrbarkeit für die Lkws mit dem Aushub zu ermöglichen. Doch die Überprüfung ergab, dass das ungenutzte Bauwerk als Bestandteil der ehemaligen Bahnlinie Kirchen-Olpe sanierungsbedürftig wäre.

Bewertung durch Fachleute

Abdeckplatten über dem Gewölbe drohten herabzustürzen, da sie von Baumwurzeln beeinträchtigt waren. Zudem hätte eine Absturzsicherung in Form eines Zaunes angebracht werden müssen, der 2500 Euro gekostet hätte. Mittelfristig hätte auch das Mauerwerk saniert werden müssen, was weitere 12 000 Euro beansprucht hätte.

Daher wurde ein Angebot zum Abriss der Brücke eingeholt. Die Kosten lagen bei 10 000 Euro, die aus der Bauwerksunterhaltung finanziert wurden. Zuvor wurde das Objekt von Fachleuten des Landschaftsverbands bewertet. Nach Aussage der Gebietsreferentin für technische Kulturdenkmalpflege wurde das Bauwerk als nicht denkmalwert beurteilt.