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Sparkasse Freudenberg mit höchstem Gewinn

18.02.2010 | 18:41 Uhr
Sparkasse Freudenberg mit höchstem Gewinn

Freudenberg. Das beste Betriebsergebnis in ihrer 135-jährigen Geschichte hat die Stadtsparkasse Freudenberg im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 erzielt - trotz ungünstiger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.

3,8 (Vorjahr: 2,8) Millionen Euro blieben als Gewinn unter dem Strich übrig. Die Bilanzsumme stieg um 3,6 Prozent auf 305 Millionen Euro. Eine Kreditklemme gab es im Umfeld des auf Freudenberg und die Region konzentrierten eher kleineren Hauses im westfälisch-lippischen Verbund von 74 Sparkassen wohl nicht, wie die beiden Vorstandsmitglieder Martin Lucke und Ulrich Kaßburg darlegten. Die Darlehenszusagen stiegen um 24,1 Prozent auf 31 Millionen Euro, von denen zum Jahresende rund 90 Prozent abgerufen waren.

1540 Kredite wurden vergeben 

Insgesamt nahm die Zahl der 1540 mittel- und kurzfristig eingeräumten Kredite um 1,9 Prozent zu. 70 Prozent der Sparkassen-Bilanzsumme ist damit im Umlauf - als Kredit vergeben. Von den rund 220 Millionen Euro sind 124 Millionen Euro an Firmenkunden vergeben, die übrigen 43,5 Prozent an die Privatkunden. Getilgt wurden 2009 Kredite im Wert von 25,1 Millionen Euro. 7,7 Millionen Euro wurden an Wohnungsbaudarlehen neu vergeben; das Kreditvolumen stieg damit um mehr als 50 Prozent - kein Wunder bei den historisch niedrigen Hypothekenzinsen. Die gewerbliche Wirtschaft nahm 23,3 Millionen Euro an Krediten in Anspruch.

Laut Abteilungsdirektor Jörg Zimmermann, der für das Firmenkundengeschäft verantwortlich ist, sei die Lage vieler Firmen- und Gewerbekunden von Anpassung der Kapazitäten und Reduzierung der fixen Kosten geprägt, um bei besseren Marktbedingungen eine günstiger Ausgangslage einzunehmen. Während die Sparkasse ihren Kunden weit entgegenkam, stellten die Finanzfachleute in Freudenberg allerdings fest, dass die Risikobereitschaft bei öffentlichen Programmen deutlich geringer liegt.

Für das Privatgeschäft legte Abteilungsleiter Ernst-Heinrich Bender dar, dass die reinen Spareinlagen jetzt bei 82 Millionen Euro liegen. Die Stadtsparkasse blieb für ihre Kunden attraktiv, obwohl sich die Sparzinsen nicht gerade auf einem hohen Stand befanden. Dennoch vertrauten die Kunden dem öffentlich-rechtlichen Kreditinstitut zehn Millionen Euro mehr an als im Jahr zuvor: Die gesamten Kundeneinlagen stiegen auf 191 Millionen Euro. Bei den langfristigen Anlagen war jedoch ein Rückgang festzustellen: 17 Prozent weniger als 2008.

Fragen der Altersvorsorge spielen in den Beratungsgesprächen eine immer größere Rolle, sagte Bender. Doch sei auch festzustellen, dass viele Kunden kaum finanziellen Spielraum sähen, um für ihr Alter vorzusorgen.

Neben dem Kreditgeschäft hat die Stadtsparkasse mit ihrer eigenen Gesellschaft S-Infrastruktur erfolgreich zwei große Gebiete erschlossen: Elger/Kirberg in Niederndorf für das Wohnen, Wilhelmshöhe-West für das Gewerbe. Beide Projekte sind so gut wie ausverkauft. Beim Baugebiet Elger/Kirberg kam nach Schlussrechnung sogar noch ein Nachschlag für die ehemaligen Grundeigentümer heraus, der Anfang März ausgeschüttet wird.

Stiftung hat jetzt 241 000 Euro Kapital

Die guten Gewinne aus diesen Maßnahmen führten auch zur Gründung der Stiftung „Gut. Für Freudenberg” im vorigen Jahr. Auf die 200 000 Euro Grundkapital sind bislang 20 500 Euro an Zustiftungen plus die von der Sparkasse zugesagte Verdoppelung jeden Euros dazugekommen, sodass das Kapital jetzt 241 000 Euro beträgt. Die ersten Zuschüsse werden dieses Jahr fließen: Stiftungsvorstand Ulrich Kaßburg hat 170 Vereine und Institutionen im Stadtgebiet angeschrieben, die bis Ende Mai Vorschläge machen können, für welche Projekte die Stiftung Geld ausschüttet

Otmar Kuhn

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