Siegerland-Flughafen: Linke fordern Kofinanzierung

Ein aktuelles Gutachten  zum Siegerlandflughafen zeigt für die vergangenen Jahre einen deutlichen Rückgang der Zahl von Start und Landungen.
Ein aktuelles Gutachten zum Siegerlandflughafen zeigt für die vergangenen Jahre einen deutlichen Rückgang der Zahl von Start und Landungen.
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
  • Fraktion legt Antrag zur nächsten Sitzung des Kreisausschusses vor
  • Übernahme von Defiziten soll zum Dezember 2019 beendet werden
  • Linke wollen „eine mittelfristige Perspektive schaffen“

Siegen-Wittgenstein..  Die Linken drängen auf eine Entscheidung zum Siegerlandflughafen: Die Fraktion hat zu den nächsten Sitzungen des Kreisausschusses und Kreistags einen Antrag mit Beschlussvorlage eingereicht, die vorsieht, ab 2020 im Kreishaushaltsplan kein Geld für den Zweckverband Siegerlandflughafen mehr bereitzustellen.

Gleichzeitig werden die Mitglieder der Gesellschafterversammlung der Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft (BBG) aufgefordert, die Übernahme von Defiziten aus dem laufenden Betrieb des Flughafens durch die BBG zum 31. Dezember 2019 zu beenden.

Diese Kosten übernimmt der Kreis seit etlichen Jahren – 2015 waren es rund 1,7 Millionen Euro. „Es kann nicht sein, dass der Kreis das alleine stemmt“, sagt Ullrich Georgi, Fraktionsvorsitzender der Linken.

Es gehe „nicht darum, den Flughafen von heute auf morgen zu schließen, sondern darum, eine mittelfristige Perspektive zu schaffen“. Die Bemühungen um eine Kofinanzierung des Flughafens durch Dritte – etwa das Land, benachbarte Kreise oder Unternehmen in der Region – müssten verstärkt werden, heißt es in dem Antrag.