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Rock am Ring

Siegerländer Band "Destination Anywhere" rockt den Ring

01.06.2012 | 10:00 Uhr
Siegerländer Band "Destination Anywhere" rockt den Ring
Die Band Destination Anywhere aus dem Siegerland hat bei einem Bandwettbewerb einen Auftritt beim Musikfestival Rock am Ring 2012 gewonnen.

Adenau/Siegen.   „Destination Anywhere“ tritt bei Deutschlands größtem Musikfestival auf. Die siebenköpfige Band qualifizierte sich über einen Talentwettbewerb für den Auftritt.

Musiker sind ständig auf Achse. Das wissen auch die sieben Männer von „Destination Anywhere“. Rund 200 Auftritte stehen für die Siegerländer bereits zu Buche. Ob Abiparty in Klötze oder beim Schützenrock in Betzdorf – auf der Bühne blühen die Musiker stets auf. Jetzt darf es auch eine Nummer größer sein: „Destination Anywhere“ tritt bei „Rock am Ring“ auf – dem größten Musikfestival Deutschlands.

Am Freitag um 16.30 Uhr wird es Ernst. Dann haben die Siegerländer ihren großen Auftritt. Es ist zwar nicht die Hauptbühne, aber auch die kleinere „Clubstage“ birgt Lampenfieber-Gefahr. „Am Freitag wird mir schon die Flatter gehen“, erklärt Gitarrist Tim Klein. Parallel zur Anspannung steigt bei dem 25-Jährigen auch die Vorfreude. Dass es mal mit einem Auftritt bei „Rock am Ring“ klappt, malten sich Kleine und seine Kollegen nur in ihren kühnsten Träumen aus.

400 Bewerber

Doch dann kam der 19. Mai: In Münster stieg der Ringrocker-Wettbewerb. Fünf Nachwuchsbands hatten sich in einer Vorauswahl unter 400 Bewerbern durchgesetzt. Das Publikum in Münster entschied letztendlich, wer es auf den „Rock am Ring“-Spielplan schafft. Und die Musik, die „Destination Anywhere“ selber als „PopPunk-Granate mit Bläserzündsatz“ bezeichnet, kam an. Okay, ganz dem Zufall wollten es die Siegerländer nicht überlassen. Freunde charterten einen Bus nach Münster und machten bei der Abstimmung richtig Rabatz. Der Plan ging auf.

David Conrad genoss den Moment des Triumphes. Zwei Tage nach dem Auftritt realisierte er, was der Erfolg in Münster bedeutet. Er musste erstmal schlucken. „Krass. Wir sind treten bei ,Rock am Ring’ auf“, sagte der Sänger zu sich selbst. Er ist neben Tim Klein das einzige verbliebene Gründungsmitglied. 2006 war das Geburtsjahr von „Destination Anywhere“. Nach einigen Querelen formierte sich die Band neu, in der jetzigen Besetzung gibt es sie seit rund drei Jahren. „Manchmal frage ich mich, was noch kommen soll“, beschreibt Klein seine Gefühlswelt.

Von „Metallica“ bis „Linkin Park“

Jetzt kommt auf die sieben Musiker und vier Crew-Mitglieder erstmal ein Wochenende „Rock’nRoll“ zu. Denn nach dem Auftritt haben sie Zeit, ihre Lieblingsbands aus nächster Nähe zu beobachten. Über 80 Gruppen und Solokünstler spielen am Nürburgring. Mit den Weltstars von „Metallica“ haben die Veranstalter ein echtes Schwergewicht verpflichten können. Tim Klein hat aber andere Bands auf dem Zettel stehen.

Er schwärmt für „The Hives“, freut sich aber auch schon auf „Die Toten Hosen“. „Ich habe einige Auftritte von denen auf Video gesehen und sie als Live-Band schätzen gelernt“, erklärt der Gitarrist. David Conrad wird bei „Linkin Park“ in Bühnennähe stehen. Dass er mit der Combo aus Los Angeles ins Plaudern kommt, glaubt er jedoch nicht. „Wir sind zwar auch im Backstage-Bereich, aber da gibt es wohl mehrere Kategorien“, sagt der 24-jährige Sänger.

Die Erwartungen an den eigenen Auftritt schrauben die Siegerländer nach unten. 85 000 Rockfans pilgern am Wochenende in die Eifel. „Ich rechne bei unserem Auftritt mit 500 Fans. Alles, was drüber liegt, ist klasse“, sagt Klein.

Denis de Haas



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