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Siegens Service erreicht Mittelfeld

25.10.2011 | 20:36 Uhr
Siegens Service erreicht Mittelfeld
Auch in Siegen kommen (Um-)Bauwillige nicht um sie herum: die Katasterauskunft, die innerhalb der städtischen Vermessungsabteilung im Rathaus Geisweid angesiedelt ist.

Siegen.Wie zufrieden sind hier ansässige Unternehmen mit dem Service seitens der Stadt Siegen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Vergleichsring der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) seit 2009. Die Ergebnisse einer Umfrage bei Firmen in neun Städten stehen nun fest – Siegen ist dabei im Mittelfeld.

„Eine Untersuchung hat ergeben, dass der Service einer Verwaltung mittlerweile ein wichtiger Standortfaktor ist“, so der städtische Wirtschaftsförderer Gerald Kühn. Deshalb habe sich die Stadt 2009 zu der Beteiligung am IKON-Vergleichsring „Wirtschaftsförderung, Städte 80 000 bis 150 000 Einwohner bundesweit“ entschieden und bei der Erhebung „Verwaltung als Standortfaktor“ mitgemacht.

221 Unternehmen in und um Siegen beantworteten Fragen zu den städtischen Dienstleistungen an ihrem Standort. Bei 1066 im Siegener Raum angeschriebenen Firmen eine gute Rücklaufquote, so der Wirtschaftsförderer. Mit den Resultaten ist Kühn größtenteils zufrieden: „Es gab keine richtigen Ausreißer.“

Dennoch gebe es Punkte, an denen die Stadtverwaltung nun ansetzen will: „Die Unternehmen begrüßen zwar, dass es hier eine Universität gibt, es beeinflusst sie aber nicht bei der Standortwahl“, fasst Kühn zusammen. Die gute Verkehrsanbindung wurde hingegen sowohl begrüßt als auch für wichtig erachtet.

Das Image der Stadt Siegen stuften die Unternehmen als unwichtig ein, unzufrieden waren sie mit der Höhe der Gewerbesteuer. Weitere Themen seien die Breitbandkommunikation und das Thema Fachkräfte. Deren Verfügbarkeit sei ein ausschlaggebender Faktor.

Bearbeitungszeiten sind
ein wichtiger Faktor

Die Verwaltung selbst müsse ihre Sachbearbeiter besser für die Belange der Unternehmen schulen, so das Fazit – immerhin hatten knapp 86 Prozent der Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren Kontakt zur Verwaltung. Und 15 Prozent dieser Unternehmen gaben an, schon einmal über einen Standortwechsel wegen mangelhafter Beratung nachgedacht zu haben. Im Durchschnitt aller neun untersuchten Städte sagten das 22 Prozent der Firmen.

Wichtig sind den Firmen vor allem eine kurze Bearbeitungszeit, rechtliche Zuverlässigkeit der erteilten Auskünfte und die Freundlichkeit der Mitarbeiter. Vor allem lange Bearbeitungszeiten und Unfreundlichkeit der Mitarbeiter sind laut Umfrageergebnis Kern der Kritik an der Verwaltung.

Im nächsten Schritt will die Stadt auf die in der Region angesiedelten Unternehmen zugehen und die Ergebnisse aufarbeiten. „Wir müssen in einen Dialog treten und eng zusammenarbeiten.“ Denn obwohl Siegen sich mit seinen Ergebnissen im guten Mittelfeld bewegt: „Wir haben natürlich den Ehrgeiz, uns nach oben zu orientieren“, so Gerald Kühn.

Irmine Skelnik

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