Siegen plant Sekundarschulen

Ein potenzieller Sekundarschulen-Standort: die Achenbacher Schule
Ein potenzieller Sekundarschulen-Standort: die Achenbacher Schule
Foto: Jürgen Schade
Was wir bereits wissen
Geht es nach den Plänen der Verwaltung, sollen zum Schuljahr 2016/17 zwei Sekundarschulen an den Start gehen.

Siegen..  Eine in Geisweid, die andere in der Innenstadt.

Zugleich sollen in Siegens Norden sowie in der Stadtmitte sämtliche Haupt- und Realschulen geschlossen werden. Das geht aus einer Vorlage hervor, die Schul- sowie Haupt- und Finanzausschuss in Kürze diskutieren.

„Am Häusling“ vor dem Aus?

Das Vorhaben würde die Geschwister-Scholl-Schule und die Realschule Am Schießberg in Geisweid betreffen. Dort könnte die eine Sekundarschule entstehen. Für eine andere ist die Realschule Am Oberen Schloss gemeinsam mit dem Standort Achenbacher Schule vorgesehen. Die Realschule Am Häusling spielt bei dieser Variante, die als eine erste Überlegung gilt, keine Rolle.

Der auf den ersten Blick radikal – oder zumindest konsequent – wirkende Schritt, alle Schulen der Sekundarstufe eins in den beiden Gebieten auf einen Schlag zu schließen, ist aus Sicht der Verwaltung folgerichtig: Ein sukzessives Vorgehen berge die Gefahr von Restschulen, sagt Fachbereichsleiter André Schmidt.

Mindestens drei Züge

Eine Sekundarschule muss laut Schulgesetz mindestens drei Züge aufweisen, um an den Start gehen zu können. Das macht mindestens 75 Schüler. Die drei städtischen Hauptschulen zählen nach Berechnungen der Verwaltungen derzeit 719 Schüler. Zwar prognostizieren die Männer und Frauen im Rathaus bis zum Schuljahr 2016/17 einen Anstieg auf 796 Schüler.

Danach allerdings gehe deren Zahl bis 2019/20 kontinuierlich auf 656 zurück. Die vier Realschulen besuchen zurzeit 1542 Schüler. 2019/20 sollen es 1527 sein. In Summe wären das für die Sekundarschulen im Norden und in Siegen-Mitte in 2016/17 zehn Züge.

Der Zeitplan sieht vor, dass Eltern bis zum 21. August über das endgültige Konzept informiert werden. Eine Elternbefragung ist für September geplant. Die Schulkonferenzen sollen bis Anfang September ihr Votum mitteilen. Im Februar kommenden Jahres soll das Anmeldeverfahren beginnen. Die endgültige Entscheidung pro oder kontra Sekundarschule soll dann spätestens nach den Anmeldungen getroffen werden. „Wir brauchen also in einem Jahr Beschlüsse“, betont André Schmidt.

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