Siegen – Jamaika will Schrader als Kämmerer

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Was wir bereits wissen
Die Jamaika-Koalition im Rat der Stadt Siegen hat sich darauf geeinigt, den Freudenberger Kämmerer Jörg Michael Schrader zum Nachfolger des inzwischen pensionierten Reinhold Baumeister zu wählen.

Siegen/Freudenberg..  Die Jamaika-Koalition im Rat der Stadt Siegen hat sich darauf geeinigt, den Freudenberger Kämmerer Jörg Michael Schrader zum Nachfolger des inzwischen pensionierten Reinhold Baumeister zu wählen. CDU, Grüne und FDP teilten dies am Mittwoch in einer gemeinsamen Stellungnahme mit.

Schrader sei ein kompetenter Fachmann, begründen die Fraktionen ihre Vorauswahl, die allerdings erst in der Ratssitzung am Mittwoch, 18. Februar, im Rat der Stadt bestätigt werden muss.

Für Freudenberg wäre dies innerhalb von 15 Jahren das dritte Mal, dass der Stadt der aktuell tätige Kämmerer abhanden kommt: Im Jahr 2000 wechselte der damalige Finanzdezernent Udo Hoffmann, der auch erst wenige Jahre im Amt war und den langjährigen Stelleninhaber Harri Köppen abgelöst hatte, in gleicher Position nach Hilchenbach. Dort ist Hoffmann immer noch tätig und sieht inzwischen einer dritten Amtszeit entgegen.

17 Bewerbungen

Sein Nachfolger wiederum war der aus der Stadtverwaltung Olpe geholte Thomas Damm, der 2004 bereits wieder das Rathaus Freudenberg verließ und zum Kreis wechselte. Für ihn wählte der Freudenberger Rat den Düsseldorfer Jörg Michael Schrader, der vor drei Jahren im Amt bestätigt wurde und sich allem Anschein nach erfolgreich nach Siegen wegbeworben hat. Schrader ist CDU-Mitglied. CDU, Grüne und FDP bilden in Siegen die Ratsmehrheit, sodass das Votum für den Freudenberger Beigeordneten auf stabilen Füßen steht.

Im Rennen um den Kämmererposten in Siegen, der deutlich höher dotiert ist als etwa der Job im Freudenberger Rathaus, gab es bis vor einigen Wochen 17 Bewerberinnen und Bewerber. Allerdings haben zwei von ihnen inzwischen wieder ihre Kandidatur zurückgezogen. Andere Fraktionen im Siegener Rat haben bislang noch nicht erkennen lassen, welchem Bewerber sie den Vorzug geben wollen.