Siegen der Zukunft aus dem 3D-Drucker

Siegen..  Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ startet: Siegen ist – unterstützt von der Universität und weiteren Partnern – als eine von 52 Kommunen dabei.

Worum geht’s?

Wie sieht die Stadt von morgen aus? Um diese Frage geht es im Wettbewerb Zukunftsstadt, den das Bundesforschungsministerium gestartet hat. Bürger, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung entwickeln Visionen für die Zukunft und erproben diese vor Ort. In Siegen arbeiten die Stadt, die Uni und weitere Partner an einem Projekt.

Worum geht’s beim Siegener Projekt?

Das Projekt heißt „CO:LIVE“. Der Fokus liegt auf der Umnutzung von bestehenden Ressourcen. Zu diesem Zweck sollen ungenutzte Ressourcen wie beispielsweise alte Frachtcontainer zu Wohn- und Lebensmodulen umgebaut werden. Was bisher eine urbane Brachfläche war, kann neu genutzt werden. Komplizierte oder rechtlich anspruchsvolle Arbeitsschritte wie beispielsweise Versorgungsanschlüsse übernehmen Profis aus der Industrie.

Wie können sich die Siegener einbringen?

Mitmachen ist ausdrücklich und zu jeder Zeit erwünscht. Eine Vielzahl der Aspekte wie die Inneneinrichtung und der Innenausbau soll nämlich durch bürgerliches „Do-It-Yourself“ umgesetzt werden. Das Ziel sind bezahlbare, individualisierte und gestalterisch ansprechende Lösungen. Besonders im Vordergrund steht die digitale Fabrikation: 3D-Druck, computergesteuertes Fräsen, Laserschneiden und ähnliche neue Produktionsmethoden. Im Zuge der weltweiten „Maker“-Bewegung werden diese auch für interessierte Anfänger immer zugänglicher – so auch beim Projektpartner „Fab Lab Siegen“ (www.fablab-siegen.de).

Was ist das Fab Lab im alten Stadtkrankenhaus?

Das Fab Lab ist eine neue und für Bürger offene Kreativwerkstatt, die am Campus in der Oberstadt angesiedelt ist. Hier sollen im Rahmen von „CO:LIVE“ neue Möglichkeiten zum Entwickeln und Produzieren genutzt werden. Denkbar sind Möbelstücke, deren Baupläne aus dem Internet heruntergeladen werden und die sich dann ohne detaillierte Fachkenntnisse direkt vor Ort, z.B. auf einer automatischen Fräse, aus Holz fertigen lassen.

Was sind die nächsten Schritte im Wettbewerb?

In der ersten Phase entwickeln die Kommunen eine Vision mit dem Zeithorizont 2030+ – inklusive Umsetzungsvorschläge. 1,75 Millionen Euro stellt der Bund dafür insgesamt bereit. In der zweiten Phase ab 2016 prüfen bis zu 20 ausgewählte Kommunen diese Vorstellungen wissenschaftlich und erarbeiten ein umsetzungsreifes Konzept. In der dritten Phase ab 2018 werden acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen in die Praxis umsetzen

Wo finde ich weitere Informationen?

Alle Informationen und Ansprechpartner finden sich zeitnah im Internet auf www.zukunftsstadt-siegen.de.