Siegen bei Facebook unter „Universitätsstadt Siegen“

Der neue Auftritt der Stadt Siegen.
Der neue Auftritt der Stadt Siegen.
Die Stadt Siegen will sich künftig bei Facebook stärker präsentieren. Bislang nutzte die Stadtverwaltung das Netzwerk als Präsentationsplattform kaum.

Siegen..  Im Dezember 2013 wurde zwar von der Gesellschaft für Stadtmarketing die Facebookseite „Siegen pulsiert“ ins Leben gerufen. Sie wird aber seit dem 21. Dezember 2014 nicht mehr bedient. Dafür hat die Stadt jetzt ein zweites Profil bei Facebook: „Universitätsstadt Siegen“.

Posting- und Redaktionskonzept

62 Tage stillstand – das bedeutet, dass bei den rund 1800 Fans, die „Siegen pulsiert“ bisher mit „Gefällt mir“ bedacht hatten, die Seite längst in Vergessenheit geraten ist. Denn eine Facebook-Seite lebt davon, dass Nutzer regelmäßig neue Nachrichten erhalten. Bleiben sie aus, rückt die Seite nach und nach im Interessenranking nach hinten.

„Die Facebook-Seite ,Siegen Pulsiert’ wurde von der Gesellschaft für Stadtmarketing in Kooperation mit Studierenden der Universität Siegen im Wintersemester 2013/14 gestartet. Während zweier Semester haben die Studierenden sich hier aktiv eingebracht“, sagt Stadtsprecherin Dr. Sabine Schutz. Schwerpunktmäßig sollten dort Veranstaltungshinweise veröffentlicht werden. Die Seite sei nicht inaktiv oder abgestellt. „Im Moment jedoch findet keine regelmäßige Aktualisierung statt, weil die personellen Kapazitäten nicht zur Verfügung stehen. Es wird jedoch an einer Lösung gearbeitet“, so die Stadtsprecherin.

Jetzt ist Siegen bei Facebook unter „Universitätsstadt Siegen“ zu erreichen. „Die Seite ,Universitätsstadt Siegen’ wird erst seit wenigen Wochen von der Stadt Siegen betrieben.“ Angelegt hatte sie ein Bürger, um dort vor allem Pressemeldungen von der Seite www.siegen.de zu posten. „Wir konnten die Seite sehr kurzfristig übernehmen“, so Sabine Schutz. „Er hat selbst angeboten, der Stadt die Seite kostenfrei zu überlassen, weil er es für einen guten Service hält, die Infos aus dem Rathaus auf Facebook verfügbar zu machen.“ Die Seite hat aktuell 210 Fans. „Momentan befinden wir uns noch ganz am Anfang. Wir sind gerade dabei, ein Posting- bzw. Redaktionskonzept zu erstellen. Wir machen uns im Moment intensiv Gedanken, welche Inhalte in welcher Form von Interesse sein könnten.“

Für viele Städte ist Facebook ein wichtiges Werbeinstrument geworden. Stadtverwaltungen stellen dort Informationen für Einwohner oder Touristen zusammen und bieten damit einen virtuellen Treffpunkt. Für Unistädte wie Siegen kann Facebook auch eine Plattform sein, um sich als Studienort zu präsentieren.

Keine reinen Städtenamen erlaubt – Harte Hand von Facebook

Facebook macht es Städten nicht leicht, sich auf der Plattform zu zeigen. 2012 untersagte Facebook Kommunen, sich in dem Netzwerk allein nach dem Städtenamen zu benennen. Begründung: Niemand kann einen geografischen Ort vertreten. Denn Facebook möchte Städteseiten mit dem reinen Namen der Kommune selbst betreiben. Darauf finden sich z.B. Einträge aus Wikipedia. Die Suche nach der eigentlichen Stadtseite macht das für Facebook-Nutzer schwerer.

An München wurde ein Exempel statuiert. Die bayrische Landeshauptstadt wurde 2012 ohne Vorankündigung aus Facebook gelöscht. 400 000 Fans waren verloren. Die Stadtverwaltung baute ein neues Profil unter dem Namen „München.de“ auf und hat es mittlerweile wieder auf fast eine halbe Million Fans geschafft. Auch Berlin ist unter „Berlin.de“ zu finden.

Hilchenbach und Netphen etwa sind unter „Stadt Hilchenbach – Regierungsbehörde“ und „Stadt Netphen – Öffentlicher Dienst. Regierungsbehörde“ zu finden, um der Löschtaste der Facebookbetreiber zu entgehen.

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