Seniorenbeirat wählt Fritz Großmann zum Vorsitzenden

Kreuztal..  Fritz Großmann aus Littfeld ist der neue Vorsitzende des Kreuztaler Seniorenbeirats. Auf der konstituierenden Sitzung des Gremiums am Freitag in der Weißen Villa kandidierte der 75-Jährige als einziger für die Nachfolge des im Herbst verstorbenen Harry Czogalla. Von 27 stimmberechtigten Mitgliedern des Beirats – 20 Senioren und sieben Vertreter der Verbände – votierten 20 für Fritz Großmann. Der frühere Mitarbeiter der Bundesbank und aktive SGVer hat drei Stellvertreter an die Seite bekommen: Manfred Albertin, Jutta Siebel und Rudolf Müller. Alle Drei gehörten wie Großmann bereits dem Seniorenbeirat an.

Nach dem plötzlichen Tod von Harry Czogalla war der Vorsitz an dessen Stellvertreterin Ursula Bald übergegangen, die ebenfalls nicht wieder kandidierte. Sie hatte seit 21 Jahren im Beirat mitgearbeitet und wurde – wie 18 ordentliche und stellvertretende Mitglieder auch – vor der Sitzung verabschiedet.

Im Wesentlichen blieb die Zusammensetzung des Beirats aber wie in der vorigen Wahlperiode: 15 Mitglieder waren schon dabei, fünf neue sind hinzugekommen. Insgesamt verfügt das Gremium aber über eine deutlich geringere Mitgliederreserve: Gab es bislang für fast jedes ordentliche Mitglied auch einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin, so steht für sämtliche 20 Angehörige nur ein Ersatzmitglied zur Verfügung.

Wahl verlief nicht wunschgemäß

Das ist begründet im Wahlverfahren, das entgegen den Erwartungen der Stadtverwaltung nicht das gewünschte Ergebnis brachte. Als bis vor drei Jahren die Mitglieder noch in den zehn Frühstückstreffs benannt wurden, war gesichert, dass auch entsprechende Ersatzkandidaten mitgewählt wurden.

Dieses Mal sollten die Vorschläge direkt von allen über 60 Jahre alten Kreuztalern selbst kommen – also von rund 8000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Doch bis zum Anmeldeschluss lagen nur 21 Namen vor, so dass letztlich auf die geplante Briefwahl verzichtet wurde und der Beirat nach Reihenfolge der eingegangenen Nennungen zusammengesetzt wurde.

Stadträtin Edelgard Blümel verabschiedete die nun ehemaligen Frauen und Männer des vorigen Beirats. Dabei wurde bekannt, dass allein Ursula Bald in den 21 Jahren ihrer Zugehörigkeit 760 Geburtstagsbesuche im Auftrag des Seniorenbeirats absolviert hatte. Doch auch andere ehemalige Mitglieder nahmen diese Aufgabe ernst und überbrachten im Namen der Stadt ein kleines Geschenk an die über 80-jährigen Einwohner. Für die ausgeschiedenen Beiratsmitglieder soll es im Frühling ein kleines Fest geben.