„Schulverkehr steht an
16.09.2010 | 19:11 Uhr 2010-09-16T19:11:00+0200
Siegen.Stephan Degen (Transdev) entschuldigte sich im Verkehrsausschuss zunächst für die Unannehmlichkeiten, die Fahrgäste des Busunternehmens nach dem Fahrplanwechsel im Juli 2010 ertragen mussten.
100 Schulen und 140 000 Einwohner im Linienbündel Mitte müssten bedient werden, so Degen weiter.
An der Informationspolitik von Transdev könne es nicht liegen, dreimal seien große Anzeigen in der Presse geschaltet worden, das Fahrplanbuch sei in einer Auflage von 10 000 Exemplaren verteilt worden, zusätzlich seien Flyer ausgelegt worden.
Beschwerden werden abgearbeitet
Zur Kritik am Schülerverkehr erklärte der Transdev-Geschäftsführer, alle Beschwerden über unzureichende Kapazitäten und zeitlich ungünstige Verbindungen würden gesammelt und abgearbeitet. Mittlerweile seien, bis auf zwei, alle Linien überarbeitet und verbessert worden. „Der Schülerverkehr steht bei uns an erster Stelle“, betonte Degen. Aber: Die Haltestellenumstellung habe zu lange gedauert und die Zielbeschilderung der Busse sei noch nicht vollständig fertig, räumte er ein. Die Transdev-Mitarbeiter seien an der Grenze der Belastbarkeit angelangt. Aufträge müssten an Externe abgegeben werden.
Ausschussmitglied Ulrich Daub (SPD) sah das Grundübel in der Privatisierung des Busverkehrs. Die Transdev müsse mit dem Geld, das ihr zur Verfügung stehe, wirtschaftlich arbeiten. In den Siegerland-Flughafen würden Millionen reingepumpt, obwohl der nie kostendeckend wirtschaften könne. „Der Öffentliche Personennahverkehr gehört in die öffentliche Hand“, forderte Daub. Günter Padt (ZWS) konterte, dass private Unternehmen wirtschaftlich bessere Strukturen hätten und kostengünstiger arbeiten könnten als öffentliche.
Einsparungen nur
im Energiebereich
Wolfgang Könen (FDP) brachte es auf den Punkt: „Es muss gewährleistet sein, dass Schüler und andere Busbenutzer pünktlich ans Ziel kommen.“ Er wundere sich, dass die Busse morgens und mittags voll seien, nachmittags aber oft nur mit wenigen Personen besetzt wären. Könen fragte, ob bestimmte Linien in weniger frequentierten Zeiten nicht mit kleineren Bussen befahren werden könnten, das sei doch billiger.
Günter Padt wies darauf hin, dass kleinere Busse eine zusätzliche Investition seien, für große und kleine Busse brauche man jeweils Fahrer. Einsparungen, so Padt, gebe es höchstens im Energiebereich. Stephan Degen erklärte, dass Schüler morgens pünktlich zur Schule kommen müssten. Wenn eine Schule von drei Bussen angefahren werde, dürfe es allerdings nicht sein, dass zwei Busse überfüllt seien und einer leer fahre. Zu der Forderung nach kleinen Bussen erklärte Degen, dass auf bestimmten Strecken und zu bestimmten Zeiten kleinere Fahrzeuge eingesetzt würden.
02:45
Das ist natürlich Unsinn.
17:24
An der Informationspolitik von Transdev könne es nicht liegen, dreimal seien große Anzeigen in der Presse geschaltet worden (...) zusätzlich seien Flyer ausgelegt worden
Das waren Nullinformationen, im Sinne von Linie L123 heißt nun Linie C123.
Raider heißt nun Twix, sonst nix!