Schulsozialarbeit finanziell doch nicht abgesichert

Freudenberg..  Eigentlich sollte die Schulsozialarbeit an den Freudenberger Grundschulen sowie an den weiterführenden Schulen bis Ende 2017 finanziell abgesichert sein. Denn die Stadt hatte beim Kreis Siegen-Wittgenstein die Bezuschussung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für jeweils eine halbe Stelle an beiden Systemen beantragt.

Doch nun wurde ihr vom Kreis mitgeteilt, dass nur das Geld für insgesamt 0,6 Planstellen zur Verfügung gestellt wird, und zwar jährlich 20 224 Euro. Das ist darin begründet, dass kreisweit ein neuer Verteilungsmodus gefunden wurde. So gibt es 424 965 Euro für insgesamt 11,31 Stellen in den elf Kommunen. Maßgeblich ist der Schüleranteil an der Gesamtbevölkerung, der in Freudenberg 5,46 Prozent beträgt. Daraus ergibt sich lediglich der Anspruch auf Fördermittel für 0,6 Stellen, weshalb der Schul- und Sportausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 9. Juni, ab 17.30 Uhr im Ratssaal entscheiden muss, wie es weitergeht.

Auf Grundschulen beschränken

Dazu hat die Verwaltung zwei Varianten erarbeitet, die zur Beschlussfassung zur Auswahl stehen. Zum einen könnte die Schulsozialarbeit auf die städtischen Grundschulen beschränkt werden. Mit den zu erwartenden Mitteln soll dies bis Ende 2017 so gehalten werden; an den übrigen Schulen – Haupt- und Realschule laufen dann aus, nur die Gesamtschule bleibt übrig – gäbe es mithin bis dahin keine Schulsozialarbeit mehr.

Die Alternative wäre, dass es bei der halben Planstelle für die vier Grundschulen bliebe. Die restlichen Mittel für 0,1 Stellen kämen den weiterführenden Schulen zugute, wobei die Stadt aus eigenen Haushaltsmitteln die Lücke schließt, die sich für die Finanzierung einer ebenfalls halben Planstelle ergäbe. Bei der ersten Variante beliefe sich der städtische Eigenanteil zwischen 9806 und 10 858 Euro, bei der zweiten müsste die Kommune 2015 mit 19 026 und in den beiden Folgejahren mit knapp 33 000 einspringen. Für dieses Jahr stehen dafür Restmittel des Vorjahres zur Verfügung. 2016 und 2017 indes müsste der Haushaltsplan entsprechend ausgestattet werde.

Bedarf angemeldet

Eines jedenfalls wird der Ausschuss berücksichtigen müssen: Die Schulleiterinnen und Schulleiter Freudenbergs haben ihrerseits für alle Schulformen Bedarf angemeldet, da Schulsozialarbeit als „dringend notwendig“ angesehen werde.