Schrottauto – Ford Mondeo wurde komplett zerstört

Wochenlang hat ein grüner Ford Mondeo an der Autobahnabfahrt Haiger/Burbach geparkt. Wie lang, das weiß keiner so genau. Doch die pure Zerstörungswut, die an dem Kombi ausgelassen wurde, verfolgten viele.
Wochenlang hat ein grüner Ford Mondeo an der Autobahnabfahrt Haiger/Burbach geparkt. Wie lang, das weiß keiner so genau. Doch die pure Zerstörungswut, die an dem Kombi ausgelassen wurde, verfolgten viele.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Über Wochen haben sich Unbekannte an einem grüner Ford Mondeo an der Autobahnabfahrt Haiger/Burbach ausgetobt. Nun wurde der Wagen abgeschleppt, weil Öl auslief.

Würgendorf..  Vor Wochen ist ein grüner Ford Mondeo an der Autobahnauffahrt Haiger/Burbach abgestellt worden. Wann, das weiß keiner so genau. Doch die pure Zerstörungswut, die an dem Kombi ausgelassen wurde, verfolgten viele. Auf dem Weg zur Arbeit zum Beispiel. Der Ford erlangt damit eine gewisse, wenn auch traurige, Bekanntheit. „Ach, Sie meinen das Schrottauto da bei Würgendorf“, ist daher ein häufiger Satz, der bei der Recherche zum Thema fällt.

Das ist seine Geschichte.

Irgendwann wurde der Ford auf dem geschotterten Weg an der L 531 abgestellt. Zuerst fehlten die Kennzeichen, der Wagen war zuletzt im schleswig-holsteinischen Segeberg gemeldet. Dann verschwanden drei der vier Räder. Irgendwer schmiss die Scheiben ein und am Ende auch noch einen dicken Betonklotz aus dem Straßenbau auf die Windschutzscheibe, sodass das Auto an die Demos zum 1. Mai in Berlin erinnerte.

Betonklotz in Windschutzscheibe

Auf dem Rücksitz entsorgte jemand alte Farbeimer, jede Menge Müll und Zigarettenschachteln liegen im Fußraum. Das Armaturenbrett wurde ausgeschlachtet, die Scheibenwischer abgerissen. Kalter Rauch und ein modriger Geruch muffte aus den Sitzen.

Auch eine Aufforderung der Gemeinde Burbach, das Fahrzeug unverzüglich abzuholen, klemmte auf einem durchweichten, orangefarbenen Zettel am Fahrzeug. Fast komisch wirkte da der Hinweis auf dem Zettel hinter zertrümmerten Glas: „Bitte den Parkschein gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe legen.“

Als wäre der Zustand des Autos eine unausgesprochene Einladung zu weiteren Sachbeschädigungen, toben sich unbekannte Vandalen immer weiter an dem Kombi aus. Höhepunkt war die Nacht von Karfreitag auf Samstag. „Das Auto wurde auf die Seite gelegt. Öl lief aus“, erklärte Torsten Manges, Pressesprecher des Kreises. Von Amts wegen wurde der Ford daher am Samstagmorgen um 10 Uhr abgeschleppt. Die Löschgruppe Würgendorf streute die ausgelaufenen Betriebsstoffe mit Bindemitteln ab. Auch die Polizei war vor Ort.

Nun steht das grüne Schrottauto bei dem Abschleppunternehmen Buschhaus aus Haiger und wartet dort auf die Abholung des Eigentümers, der die Kosten wird übernehmen müssen. Einen Eigentümer gibt es in der Tat, die Behörden haben ihn schnell ausfindig gemacht. Warum er das Auto in Burbach abgestellt hat, ist nicht bekannt. Mehrfach wurde er von den Behörden angeschrieben. Zuletzt setzte ihm der Kreis Siegen-Wittgenstein eine Frist zur Abholung zum 7. April.

Wie Abfall behandelt

Welche Behörde wann zuständig ist, ist klar geregelt. Parkt ein abgemeldetes Auto auf einer öffentlichen Verkehrsfläche, ist das ordnungswidrig. Die Gemeinde oder die Stadt ist zuständig. Ist das Fahrzeug jedoch nicht mehr verkehrs- oder betriebsbereit, wechselt die Zuständigkeit zum Kreis. Da der Ford so stark beschädigt war, wurde er quasi als Abfall eingestuft und damit ein Fall für die Untere Abfallbehörde. Das auslaufende Öl stellte jedoch ein Umweltdelikt dar und der Wagen wurde gleich abgeschleppt.

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