Schönheitskur für Scheldens Schossi

Noch herrscht in Niederschelden reger Durchgangsverkehr. Die Belastung sinkt aber laut Prognosen nach HTS-Fertigstellung um 90 Prozent.
Noch herrscht in Niederschelden reger Durchgangsverkehr. Die Belastung sinkt aber laut Prognosen nach HTS-Fertigstellung um 90 Prozent.
Foto: Brigitte Adam
Was wir bereits wissen
Die Fertigstellung der HTS-Erweiterung eröffnet Niederschelden neue Potenziale. Die Politk wird sich kommende Woche Donnerstag damit befassen. Ein Ausblick.

Niederschelden..  Die Ortsmitte Niederschelden soll schöner werden. Deutlich schöner, wenn es nach dem Willen der Verwaltung geht. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und der Bezirksausschuss können in einer gemeinsamen Sitzung am Donnerstag, 23. April, den Auftrag erteilen, noch im Jahr 2015 einen Antrag zur Umgestaltung der Siegtalstraße einzureichen. Die Ideen gehen darüber aber hinaus.

Verkehr

Die Siegtalstraße in Niederschelden – bekannt als Schossi – wird nach Fertigstellung der HTS-Erweiterung um bis zu 90 Prozent Verkehr entlastet. Darauf weist die Verwaltung in der Vorlage unter Berufung auf Zahlen von Straßen NRW hin. „Hieraus ergeben sich Chancen und Risiken für die Niederscheldener Ortsmitte“, heißt es weiter. Einerseits steige die Aufenthaltsqualität, andererseits nehmen viel weniger Menschen bewusst die Örtlichkeiten und Geschäfte wahr.

Siegtalstraße

Die Verwaltung schlägt eine Reduzierung der Fahrbahnbreite auf sechs Meter vor, optional mit einzelnen Verengungen zur zusätzlichen Verkehrsberuhigung. Die Busbuchten werden durch Fahrbahnhaltestellen ersetzt, damit weitere Stellplätze entstehen und eine Verbreiterung der Gehwege auf 3,50 Meter möglich wird – beispielsweise für Außengastronomie. Laute Vorlage soll die Verwaltung den Vorentwurf weiter konkretisieren und Fördermittel bei der Bezirksregierung beantragen. Ein Zuschuss von 70 Prozent wäre drin.

Gestaltungssatzung

Örtliche Bauvorschriften zur Erhaltung des Niederscheldener Erscheinungsbildes schlägt die Verwaltung zwar vor – im Ortsteil sei diese Anregung aber nicht auf viel Gegenliebe gestoßen, ist den Ausführungen zu entnehmen. In Eiserfeld und Siegen-Mitte sind solche Satzungen in Kraft. Diese entstanden allerdings in Abstimmung mit lokalen Arbeitsgruppen. Für Niederschelden hatte die Verwaltung mit den Vorbereitungen begonnen, lässt diese aber ruhen, denn eine solche Gestaltungssatzung „sollte stets durch die lokalen Akteure mitgetragen werden“.

Alte Schule

Für die ehemalige Burgschule, „ein prägendes Gebäude, welches unter Denkmalschutz steht“, wie in der Vorlage formuliert ist, ist ein Verkauf die favorisierte Lösung. Noch ist aber kein Interessent für das Objekt benannt.

Einzelhandel

Schwierig gestaltet sich die „angedachte Ansiedlung eines Einzelhandelsstandorts zur Nahversorgung“. Bisher habe kein Investor Interesse signalisiert, zudem hätten Besitzer von „Schlüsselgrundstücken“ keine Verkaufsbereitschaft gezeigt. Im Falle einer veränderten Lage werde die Verwaltung den Planungsprozess „mit hoher Priorität“ behandeln.

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