Schönheitskur für den Siegberg

Die Oberstadt von oben: „Rund um den Siegberg“ sieht die Verwaltung enorme Potenziale für die Attraktivierung Siegens. Zeitrahmen für die Umsetzung der Maßnahmen: mindestens bis zum Jahr 2022.
Die Oberstadt von oben: „Rund um den Siegberg“ sieht die Verwaltung enorme Potenziale für die Attraktivierung Siegens. Zeitrahmen für die Umsetzung der Maßnahmen: mindestens bis zum Jahr 2022.
Foto: www.blossey.eu
Für das Projekt „Rund um den Siegberg“ stehen Fördermittel in Aussicht. In der Oberstadt soll die Entwicklung weitergehen, die an den Neuen Ufern begann.

Siegen..  Wenn die Neuen Ufer fertig sind, geht es in der Oberstadt richtig los. Rund 2,6 Millionen Euro werden aus dem Städtebauförderprogramm 2015 des Landes Nordrhein-Westfalen in Maßnahmen des Projekt-Pakets „Rund um den Siegberg“ fließen. Das teilte die SPD-Landtagsabgeordnete Tanja Wagener mit. Weitere 1,36 Millionen Euro Fördermittel seien für die Umgestaltung der Fürst-Johann-Moritz-Straße vorgesehen.

Eventuell könnten sogar der Abriss der ehemaligen Jugendherberge und die Erweiterung des Schlossparks in dieser Tranche enthalten sein. Dieser Teil des Konzepts „Rund um den Siegberg“ – dessen Kostenvolumen insgesamt auf rund 23,1 Millionen Euro geschätzt wird – ist zwar in einer Vorlage für den Regionalrat Arnsberg nur mit „Förderpriorität B“ bewertet. Innerhalb der Elemente des A-Postens könne es aber noch Verschiebungen geben, wie Henrik Schumann, Abteilungsleiter Stadtentwicklung, erklärt.

Unumstößlich festgezurrt sei ohnehin noch nichts, sagt Schumann: Gewissheit sei erst angemessen, wenn im Herbst die Bewilligungsbescheide vorlägen. Dass es so kommen wird, ist allerdings wahrscheinlich. Siegen hat mit seinem Integrierten Handlungskonzept (Ihako) dezidierte Ausführungen vorgelegt, auf die die Förderanträge sich stützen – und wie es in der Vorlage des Regionalrats heißt: „Priorität genießen weiterhin Fördermaßnahmen, die in ihrer Antragstellung erkennbar einen Vorbereitungs- beziehungsweise Qualifizierungsstand aufweisen, der eine schnelle und zielgerichtete Umsetzung... erwarten lässt.“

Stadtmauer geht ins Geld

Was das angeht, hat die Stadt Hausaufgaben gemacht. Das umfangreiche Ihako gründet maßgeblich auf den Effekten des Regionale-Projekts „Siegen – Zu neuen Ufern“, „das zu zahlreichen Impulsen in der Innenstadt geführt und vielfältige infrastrukturelle und bauliche Entwicklungen ausgelöst“ habe, wie es im Dezember in einer Vorlage hieß. Dieser Schwung soll auch die Oberstadt erfassen. „Unser Wunsch ist, nach den Neuen Ufern ,Grün in der Stadt’ zu einem Schwerpunkt zu machen“, sagt Stadtbaurat Michael Stojan.

Die Erweiterung des Schlossparks ist dabei ein großer Faktor, aber auch viele mittlere und kleinere Maßnahmen – etwa die Gestaltung der Siegbergterrassen. Die hohen Kosten des Gesamtpakets Siegberg sind übrigens durch zwei Aspekte wesentlich begründet: Einerseits ist ein Umsetzungszeitraum bis zum Jahr 2022 geplant. Andererseits ist die Sanierung der Stadtmauer enthalten – mit allein rund zehn Millionen Euro.

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