Schandfleck Alte Schule?

Oberdresselndorf..  Der Heimatverein schlägt Alarm: Das Umfeld der Alten Schule in der Dorfmitte gammelt vor sich hin, klagen die Ehrenamtlichen in einem Schreiben. „Der Anblick dieses das Ortsbild mitprägenden Anwesens gehört zu den ersten Eindrücken für Besucher und schmälert die Bemühungen der Bürger zur Dorfverschönerung enorm.“

Nicht wenige Oberdresselndorfer lieben das aus dem Jahr 1740 stammende Gebäude der „Alten Schule“ auf dem Areal in der Dorfmitte, heißt es weiter. Nach dem Bau der „Neuen Schule“ 1914 habe das alte Haus unter anderem auch als günstiger Wohnraum und zeitweise als Notunterkunft gedient. „Um den Bewohnern Stauraum zu bieten, errichtete die Gemeinde später einen großen festen Schuppen auf dem Vorplatz.“

Allerdings: Die Pflege der gesamten Anlage sei mit der Zeit „zum Erliegen“ gekommen und „besonders der Schuppen gammelt regelrecht vor sich hin“.

In keiner der gepflegten Gemeinden im Umkreis werde einem Ortsteil solch ein desolater Anblick zugemutet. „Entsprechend werden die Bewohner angesehen“, folgert der Verein.

Vor Jahren hofften sie auf Besserung. Die Alte Schule sei in die Hände eines privaten Investors übergegangen. Die Hoffnungen jedoch seien enttäuscht worden. Denn es sei nichts geschehen. „Höfliche Anfragen, Bitten und Appelle seitens der Nachbarn und aus der Bürgerschaft fanden bis auf vage Änderungszusagen keine Beachtung.“

Kreis soll helfen

Oberdresselndorf, schreibt der Heimatverein weiter, könne nicht mit Geschäften oder Betrieben punkten. „Jedoch sind die Wege zu diesen in den Nachbarorten nicht weit und die Verkehrsanbindung ist gut.“ Der Ortsteil biete eine gute und ruhige Wohnqualität.

Gründe genug, wie die Ehrenamtlichen finden, um Unterstützung von Seiten der Gemeinde, des Kreises oder des Landes zu erwarten, „damit die unschönen Zustände in der Ortsmitte beseitigt werden“.