Das aktuelle Wetter Siegen 16°C
Bahn

Ruhr-Sieg-Strecke soll Schwerlastverkehr auf A45 entlasten

10.09.2012 | 16:00 Uhr
Der Bahnhof von Siegen-Geisweid ist für 2,3 Millionen Euro saniert worden. Die Bahn plant weitere Investionen in Südwestfalen.Foto: Siemon

Hagen/Siegen.   Weil mit dem Ausbau der holländischen Nordseehäfen künftig noch mehr Güterverkehr durch NRW nach Süden rollen wird, denkt die Bahn über hohe Investitionen in Südwestfalen nach. Sie sollen zur Entlastung des Schwerlastverkehrs auf der A45 beitragen. Pläne über den Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke der Bahn werden diskutiert.

Angesichts der noch über Jahre andauernden Probleme des Schwerlastverkehrs auf der maroden und überlasteten A45 rückt der Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke der Bahn immer mehr in den Blickpunkt der südwestfälischen Wirtschaft. Hintergrund: Mit dem Ausbau vor allem der holländischen Nordseehäfen wie Amsterdam und Rotterdam wird künftig noch mehr Güterverkehr durch NRW nach Süddeutschland rollen.

Dabei spielen nach den Worten von Franz-Josef Mockenhaupt, Hauptgeschäftsführer der IHK Siegen, auch Überlegungen der Bahn eine Rolle, zwischen den Hauptverbindungen durch das Rheintal und entlang der Autobahn 7 von Hamburg nach München die Strecke von Hagen über Siegen nach Frankfurt als Teil einer Nord-Süd-Magistrale auszubauen, um vor allem das Rheintal vom Güterverkehr zu entlasten. „Wir machen uns stark dafür“, sagte Mockenhaupt der WAZ-Mediengruppe. „Das würde der Region helfen.“ Insbesondere, wenn Sanierung und Ausbau der A45 womöglich noch jahrzehntelang zu Behinderungen und Staus im Straßengüterverkehr führen.

Tödlicher Lkw-Unfall

Wenn die Verkehrsprognosen nur zur Hälfte zutreffen, müssen wir die Bahn stärker in unsere Überlegungen einbeziehen, „wir brauchen sie als Ausweichstrecke“, warnte der Hauptgeschäftsführer. In ihrem heutigen Zustand sei die Bahn wegen ihrer geringen Flexibilität keine Alternative für die Unternehmen in der Region. Mit einer Hochstufung erzeuge man aber „nicht mehr nur regionales, sondern überregionales Interesse“, als Bestandteil eines transeuropäischen Verkehrsnetzes.

Auch Verkehrsverband Westfalen hat Ausbau auf Agenda

Auch der für den gesamten Regierungsbezirk Arnsberg zuständige Verkehrsverband Westfalen mit Sitz in Dortmund hat den Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke der Bahn auf seiner Agenda. Aber der wird teuer, wenn die Strecke zweigleisig bleiben soll. „Um moderne See-Container oder auch große Maschinen transportieren zu können, ist eine Aufweitung aller Tunnelprofile notwendig“, erklärt Verbands-Geschäftsführer Stefan Schreiber. „Trassen müssen tiefer gelegt, Bahnübergänge auf den Stand der Technik gebracht, vorhandene Steilstrecken abgeflacht werden.“ Und dann ist natürlich der Lärmschutz zu beachten.

  1. Seite 1: Ruhr-Sieg-Strecke soll Schwerlastverkehr auf A45 entlasten
    Seite 2: Auf gute Verkehrswege in Südwesfalen angewiesen

1 | 2


Kommentare
09.09.2012
14:58
Ruhr-Sieg-Strecke soll Schwerlastverkehr auf A45 entlasten
von meinemeinungdazu | #1

Da entscheidet die IHK gar nichts. Das wird in hundert Jahren keine Realität, weil es eine ungeliebte Nebenstrecke bleibt.

Aus dem Ressort
Manuel Neuer mit flauschigen Schlappohren
Kaninchen
Hermann Busch (79) und Max Teichmann (8) sind der älteste und der jüngste Züchter im Verein W 361 Netphen. Beide kamen über ihre Väter zu den Kaninchen, doch aus ganz unterschiedlichen Gründen. Ein Gespräch mit einem alten und einem jungen Hasen.
Stadt bereitet sich auf Superwahltag 25. Mai vor
Wahl
Die Bürger können bei den Wahlen am 25. Mai fünf Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Wahlhelfer wiederum müssen es, abends sogar unter Zeitdruck. Fünf Wahlen stehen an – aber nicht für alle Beteiligten bedeutet das auch fünffache Arbeit.
Siegener Krankenschwestern sammeln Spenden
Flüchtlinge
Der Mittelkurs der Krankenpflegeschule am Kreisklinikum hat das Klassenziel nicht nur erreicht – sondern weit übertroffen. Die Hilfsaktion für die Flüchtlingsunterkunft in Burbach brachte fast 1000 Euro und mehr als 50 große Kartons mit Sachspenden: Kleidung, Schuhe, Spielsachen.
Motorradfahrer verunglückt in Applauskurve
Unfall
Ein Motorradfahrer (37) ist am Donnerstagabend bei einem Unfall kurz hinter der so genannten Applauskurve bei Afholderbach schwer verletzt worden. Der Fahrer verlor die Kontrolle über das Bike. Die Rennmaschine hob ab und schleuderte 30 Meter durch die Luft, bevor sie aufschlug.
Schenkung der Trupbacher Heide an Stiftung verzögert sich
Naturschutz
Mögliche militärische Altlasten auf der Trupbacher Heide und ungeklärte Kostenfragen für die Bewirtschaftung verzögern die Schenkung des Naturerbes an die NRW-Stiftung. Der Eigentumsübergang hätte längst stattfinden sollen.
Fotos und Videos
Umweltschützer Dieter Mennekes
Bildgalerie
Unternehmer
Digitalfunkübung der Feuerwehr
Bildgalerie
Feuerwehr