NRW-Tag
Rockreise in die Weltraum-Weiten
09.08.2010 | 18:59 Uhr 2010-08-09T18:59:00+0200
Siegen.Der Blick geht weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus: Auf eine spannende Reise in Raum und Zeit können sich die Besucher des NRW-Tags begeben.
Wolfgang Thomas und seine Frau Maria stellen unter dem Titel „Fly me to the moon“ – nach dem gleichnamigen Song von Frank Sinatra – zahlreiche Exponate aus ihrer Sammlung zur Geschichte der Rock- und Popmusik aus. Weil es um Musik geht, wird eine Auswahl von Stücken auch zu hören sein. Wolfgang Thomas stellt dazu gerade eine CD zusammen.
Im Wohnzimmer ist das Siegener Rock-Museum
Normalerweise befindet sich das Siegener Rock-Museum in Trupbach im Wohnzimmer der Familie Thomas sowie im Erdgeschoss und im Keller des Hauses. „Insgesamt haben wir etwa 15 000 LPs und 3 000 Musikzeitschriften“, sagt Wolfgang Thomas. Die Sammlung reicht von den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute, wobei der Schwerpunkt auf den 60er und 70er Jahren liegt. Außerdem gehören noch einige tausend Plakate und rund tausend Bücher zum Inventar.
Dieses Mal geht es ausschließlich um Exponate, die mit dem Weltall zu tun haben. Dafür interessiert sich Wolfgang Thomas seit seiner Jugend: „Gordon Cooper, der dritte Amerikaner, der die Erde umkreist hat, war es, der mich für die Raumfahrt begeistert hat“, erzählt er und zeigt dabei das Plattencover von den Supremes zu „Where did our love go“. „Diesen Song, haben sich Gordon Cooper und Charles Conrad, die Besatzung der Gemini 5, 1965 im All gewünscht.“
Bei Maria Thomas gab es einen anderen Auslöser: 1962 sang Gus Backus „Der Mann im Mond“. „Zu der Zeit habe ich unheimlich für diesen Schlagersänger geschwärmt“, sagt sie. „Da blieb es nicht aus, dass ich mich für den Mond interessiere.“
Im Moment ist das Ehepaar noch mit der schwierigen Frage beschäftigt, welche Stücke sie für die Ausstellung auswählen sollen. Klar ist aber schon, dass es trotz allen Fernwehs einen lokalen Bezug geben wird – und der heißt Siegfried Fietz. Der in Bad Berleburg geborene Liedermacher schrieb 1980 die Space-Sinfony. „Daraufhin bekam er den Kontakt mit dem Apollo 15-Astronauten James B. Irwin.“ erzählt Thomas. Aus diesem Kontakt entstanden eine gemeinsame Schallplatte und eine lebenslange Freundschaft. Die Platte gehört ebenso zur Ausstellung wie ein von beiden signiertes Foto.
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