Reise durch Epochen der Musikgeschichte

Hilchenbach..  Eine Reise durch Epochen der Musikgeschichte, mal auf Englisch, mal auf Deutsch, mit lauten und mit leisen Tönen: All das erwartete die Besucher des 13. Musikfestes am Wochenende auf dem Hilchenbacher Marktplatz. Das Musikprogramm startete am Samstag unter dem Titel „Schwungvoll in den Sommer“ wie geplant. Den Anfang machte das Stadtorchester Hilchenbach, das – vertretungsweise – von Gerd Eckhardt dirigiert wurde. Sarah Wilder, die durch das einstündige Orchesterkonzert leitete, versprach viel Abwechslung – und dem wurden die Musiker auch gerecht.

Passendes Motto Sonne, Wind und Wolken

Während die erste Konzerthälfte der traditionellen Tanzmusik (u.a. „Ruetz-Marsch“ von Erwin Trojan und „Yorkscher Marsch“ von Ludwig van Beethoven) gewidmet wurde, kamen im zweiten Block Liebhaber von Rock und Pop durch Lieder wie „Friends for life“ und einem Medley von Queen-Songs auf ihre Kosten. Ebenso abwechslungsreich präsentierten sich auch die zehn Chöre aus Hilchenbach und Umgebung, die, passend zum Wetter, unter dem Motto: „Stimmen im Sommer – bei Sonne, Wind und Wolken“ auftraten.

Als war trat der Dahlbrucher Männerchor unter der Leitung von Sandra Klein zu hören. Er präsentierte die Stücke „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern, „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ von Arnold Kempkens und Reinhard Meys Stück „Welch ein Geschenk ist ein Lied“ – womit man den Nachmittag wohl nicht besser hätte beschreiben können. „Live, Love, Sing.“ war auf den T-Shirts der neun Mädchen zu lesen, die nun die Bühne betraten: Der Jugendchor des TuS Dahlbruch, ebenfalls geleitet von Sandra Klein, lud mit Liedern wie „Wunder gescheh’n“ und „I have a dream“ zum Träumen ein; wohingegen beim Projektchor „beSTIMMT männlich“ bei den Wise Guys-Klassikern „Tiefgang“, „Wir hatten eine gute Zeit“ und „Mädchen lach doch mal“ fleißig mitgeklatscht und auch mal geschmunzelt werden durfte. Für die Chorgemeinschaft „St. Augustinus“ Dahlbruch gingen zwei Chöre an den Start, der Männerchor und der gemischte Chor (Leitung: Maurizio Quaremba). Ebenfalls mehrfach vertreten war der Liederkranz Hilchenbach mit dem Gemischten Chor, CHORious (Leitung Ralf Stiebig) und dem Männerchorensemble unter Leitung von Dieter Paulus. Auch aus Helberhausen kamen Gäste: Hier präsentierten sich der Gemischte und der Männerchor „Eintracht“ Helberhausen unter der Leitung von Gottfried Herrmann. „Wenn alle Brünnlein fließen“, „Horcht, was kommt von draußen rein“ und „Wir lieben sehr zu Herzen“ trug der Gesangverein „Glück auf“ unter der Leitung von Dagmar Klüser vor.

Philharmonie zum Abschluss am Sonntag

Den Abschluss des musikalischen Samstags bildete, wie in den vergangenen Jahren, die Philharmonie Südwestfalen, deren Konzert vom Marktplatz in die Evangelische Kirche verlegt wurden. Dirigiert von Charles Olivieri-Munroe präsentierten die Musiker ein facettenreiches Konzert: Klassisch, mit Solo-Klarinette (Lea Kristina Hamm) und Stücken wie „Ankunft der Königin von Saba“ aus „Salomo“ HWV 67 (Georg Friedrich Händel) oder „3. Leonoren-Ouvertüre C-Dur op. 72“ (Ludwig van Beethoven). Fast alle Kompositionen beschäftigten sich mit starken Frauen und Heldinnen der Geschichte, wie sich an den Liedtiteln (etwa „Ouvertüre zu Donna Diana“ von Emil N. v. Reznicek) ablesen ließ.