Ratsarbeit künftig ohne Papier

Hilchenbach..  Die Mitglieder des Hilchenbacher Rates sollen künftig, wie schon ihre Kollegen in Bad Berleburg, in Neunkirchen und im Kreistag, ihre Sitzungsunterlagen auf einem Tablet-Computer lesen und nicht mehr ausgedruckt zugestellt bekommen. Dafür hat sich der Hauptausschuss am Mittwoch ausgesprochen. Allerdings: Ein bisschen besser als von der Verwaltung vorgerechnet soll der städtische Haushalt schon davonkommen. In ihrer Vorlage hatte die Verwaltung nur einen minimalen Kostenunterschied zwischen beiden Verfahren dargestellt.

André Jung (CDU) verwies auf die im Kreis bereits eingesetzte I-Rich-Applikation, die Hilchenbach mitbenutzen könne. Sven Wengenroth (SPD) fand, dass die Ratsmitglieder sich an den Kosten der Tablets beteiligen könnten. Wengenroth ging auf den Kommentar dieser Zeitung ein, Ratsmitglieder würden von der Stadt kostenlos mit Unterhaltungselektronik ausgestattet: „Dieser Eindruck sollte auf keinen Fall entstehen.“

Stadtverordnete zahlen Eigenanteil

500 Euro wollte die Stadt jedem Stadtverordneten in die Hand drücken. Zu viel, fand Wengenroth, zumal die Mitglieder des Sparkassen-Verwaltungsrats bereits von dem Geldinstitut versorgt seien. Bei der Frage, wie hoch denn der städtische Zuschuss je Tablet sein solle, gingen die Meinungen auseinander. 360 Euro Zuschuss und 100 Euro Eigenanteil schlug Sven Wengenroth (SPD) vor – der allerdings zuvor ein Gerät präsentiert hatte, das für 369 Euro zu haben sei. „Warum muss die Stadt das überhaupt finanzieren?“, fragte Dr. Peter Neuhaus (Grüne), „ich kriege doch hier jeden Monat einige hundert Euro.“ Die Entscheidung fällt im Rat.